Wie wendet man Adaptogene an?

Wie wendet man Adaptogene an?Adaptogene – solche wie Bacopa monnieri, Ashwagandha, Ginseng oder Rosenwurz – sind eine Gruppe von Mitteln, die in erstaunlichem Tempo an Popularität gewinnen. Sie werden zum Schutz und zur Verbesserung der Gehirnleistung eingesetzt, als „Brain-Doping“, wegen ihrer adaptogenen Eigenschaften sowie aufgrund einer Reihe gesundheitsfördernder Vorteile, die sich aus ihrer Anwendung ergeben. Wenn es um Adaptogene und die Supplementierung geht, sollte der erste Schritt darin bestehen, die Erwartungen an ihre Wirkung, das Ziel und den Zustand des Organismus festzulegen. Anschließend lohnt es sich, für eine bewusstere und damit bessere Auswahl den Blick auf die allgemeinen Vorteile sowie auf jene zu richten, die für den jeweiligen Extrakt charakteristisch sind. Man muss bedenken, dass sich diese Mittel durch ein breites Wirkungsspektrum auszeichnen; daher sollten die eingenommenen Medikamente und mögliche Kontraindikationen berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit bestimmten Krankheitsbildern auftreten können.

Adaptogene – grundlegende Wirkung und Vorteile

Tatsache ist, dass sie wirklich wirken, und damit sollte man beginnen. Allerdings kann das Ausmaß ihrer Wirkung je nach vielen Faktoren unterschiedlich sein – jeder Mensch, jeder Organismus ist anders. Einige Extrakte entfalten ihre Wirkung langsam, bei anderen kann man durchaus schnellere Effekte erwarten. Viel hängt auch davon ab, auf welchen Wirkungsbereich wir den Schwerpunkt legen wollen. Um die Ergebnisse zu verstärken und zu beschleunigen und zusätzlich die Wirkung eines Mittels um die wohltuenden Eigenschaften eines anderen zu ergänzen, werden häufig Kombinationen von Adaptogenen verwendet. Beginnen wir jedoch mit den allgemeinen Eigenschaften unserer pflanzlichen Verbündeten. Charakteristische Wirkungen der Extrakte aus der Gruppe der Adaptogene:
  • Steigerung der Stressresistenz und Senkung des Stressniveaus,
  • Verbesserung der Widerstandskraft des Organismus,
  • Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit und der kognitiven Funktionen,
  • Schutz des Gehirns und des Nervensystems,
  • antioxidative Wirkung,
  • entzündungshemmende Wirkung,
  • Unterstützung bei körperlicher und geistiger Anstrengung,
  • Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens.
Unten findet ihr Links zu Texten, in denen die Wirkung einzelner Adaptogene etwas ausführlicher beschrieben wird: Zusätzlich Vitalpilze mit adaptogener Wirkung + ihre Anwendung und Kombinationen: Kontraindikationen: Natürlich wird eine solche Supplementierung Kindern nicht empfohlen, und jedes Mittel sollte mit Bedacht, nach Abwägung von „Pro und Contra“, verwendet werden. Ein gutes Beispiel für Personen, die vorsichtig sein sollten, sind Schwangere, Stillende sowie Personen, die gerinnungshemmende, immunsuppressive oder antidiabetische Medikamente einnehmen. Es ist zu beachten, dass der Text informativen und edukativen Charakter hat und die Anwendung – insbesondere bei Krankheiten und Beschwerden – am besten mit einem Experten, einem Spezialisten, besprochen werden sollte.

Anwendung:

Wie ich mehrfach betont habe, sollten die Supplementierung und die Dosierungen konkreter Mittel individuell gewählt werden. Jeder Organismus ist anders, daher kann dieselbe Menge Extrakt unterschiedlich stark wahrgenommen werden. Dennoch sollten die Portionen im Rahmen sicherer Normen liegen. Natürlich hängt vieles vom im Supplement verwendeten Rohstoff ab. Ashwagandha Je nach Rohstoff werden meist Dosierungen im Bereich von 200 mg bis 500 mg (manchmal 600 mg) pro Portion verwendet. Es gibt jedoch Situationen, in denen die genannten Normen überschritten werden – es werden Portionen von bis zu 1000 mg oder 1500 mg verwendet. Ashwagandha zeigt schon nach wenigen Portionen eine gute Wirkung (je nach Ziel), doch erst bei regelmäßiger, längerer Anwendung zeigt sie ihr Potenzial. Positiv ist, dass sie langfristig wirkt. Es kann vor körperlicher Anstrengung oder – in entsprechend gewählten Dosierungen – abends zur Verbesserung der Schlafqualität eingesetzt werden. Sibirischer Ginseng Beide beliebten Ginseng-Arten (sibirischer und koreanischer) gelten als Extrakte, die die Vitalität verbessern. Sie wirken sich günstig auf die Widerstandskraft und die körperliche Leistungsfähigkeit aus. Für optimale Ergebnisse werden Dosierungen ab 100 mg empfohlen. Meist liegen sie jedoch im Bereich von 200 mg bis 1000 mg. Koreanischer Ginseng Die koreanische Ginseng-Variante wirkt eher anregend und kann sogar die sexuellen Funktionen verbessern. Ganz zu schweigen von den Vorteilen bei körperlicher und geistiger Anstrengung sowie von einer höheren Stressresistenz. Üblicherweise werden Dosierungen von 200 bis 400 mg verwendet. Auch hier hängt die Anwendung von der sogenannten Standardisierung ab. Bacopa monnieri Bacopa monnieri ist ein hervorragendes Mittel für das Gehirn, das Nervensystem und zur Verbesserung des kurz- sowie langfristigen Gedächtnisses. Die Wirkung setzt recht langsam ein, doch eine regelmäßige, konsequente Anwendung zahlt sich aus. Meist werden Dosierungen von 200 mg bis 600 mg pro Tag verwendet. Rosenwurz (Rhodiola rosea) Rosenwurz weist natürlich eine adaptogene Wirkung auf, erhöht die Stressresistenz und senkt das Stressniveau. Dennoch geht die Einnahme mit einem Anstieg der Energie für Aktivitäten einher. Ähnlich wie Ashwagandha wirkt er gut „auf kurze Sicht“, aber sein eigentliches Potenzial zeigt sich erst bei längerer, regelmäßiger Einnahme. Aufgrund seines anregenden Potenzials eignet er sich sehr gut für den Morgen. Als optimal gelten Dosierungen von 250 mg bis sogar etwa 700 mg pro Tag.

Zusammenfassend:

Ich persönlich habe alle Adaptogene nach dem Essen, in der ersten Tageshälfte, eingenommen. Besonders Rosenwurz half dabei, sich bei Bedarf auf die Aktivität einzustellen. Andererseits erwies sich Ashwagandha vor körperlicher Anstrengung oder am Abend als gut geeignet – je nach Bedarf und Portion. Tatsache ist, dass sich Adaptogene sehr gut miteinander kombinieren lassen, sich gegenseitig ergänzen und synergistisch wirken. Bei mir hat die Kombination aus Rosenwurz und Ginseng oder Bacopa monnieri funktioniert. Je nach Bedarf kann man auch beide Ginseng-Arten zusammen mit Ashwagandha einnehmen und so eine energetische Mischung schaffen, die Körper, Geist, Widerstandskraft und damit die gesundheitliche Verfassung unterstützt. Bei Kombinationen sind nicht immer größere Dosierungen nötig. Die beste Option ist, mit einer kleineren zu beginnen und dann den Organismus und seine Reaktionen zu beobachten, um die passende, individuell abgestimmte Menge zu wählen.
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