Wie man die Leber schützt – Tipps

Wie man die Leber schützt – TippsDie Leber ist ein Organ, zu dessen Aufgaben unter anderem die Reinigung und Entgiftung des Körpers gehören. Das ist jedoch nicht alles, denn sie ist auch etwa an der Umwandlung von Nährstoffen beteiligt und speichert für die Funktion wichtige Vitamine. Das sind natürlich nur einige ihrer Aufgaben. Dennoch beeinflusst der Lebensstil – also das, was wir essen, wie wir handeln und wie wir uns um die allgemeine Gesundheit des Körpers kümmern – ihren Zustand. In Zeiten, in denen hochverarbeitete Lebensmittel dominieren, wir ständig beschäftigt sind und an jeder Ecke Stresssituationen lauern, ist es gut zu wissen, wie man gerade die Leber unterstützen kann.

Leber – welche Rolle erfüllt sie und warum ist sie so wichtig?

Die Leber ist die größte Drüse, deren Hauptfunktionen die Entgiftung und der Stoffwechsel sind. Beide sind äußerst wertvoll und für den Organismus unverzichtbar. Leberzellen, also Hepatozyten, gehören zu den physiologisch aktivsten Zellen, die im Alltag vielen schädlichen Faktoren ausgesetzt sind. Beginnen wir jedoch mit der Rolle des Organs selbst. Was die Stoffwechselfunktionen betrifft, ist sicher die Umwandlung von Einfachzuckern, z. B. Fruktose und Galaktose, in Glukose erwähnenswert, die unser Basiszucker ist (und auch die wichtigste Energiequelle). Weiterhin nehmen Hepatozyten Glukose auf, die sie in Glykogen umwandeln. Zur Stoffwechselfunktion des Organs gehört auch die Produktion von z. B. Phospholipiden und Cholesterin, die vom Körper genutzt werden. Was Proteine betrifft, so stehen mit der Leber etwa Plasmaalbumine oder Fibrinogen in Verbindung. Die Entgiftung (Detoxifikation) unter Beteiligung der Leber erfolgt mithilfe des Cytochroms P450, das beim Erfassen fremder Metaboliten und Toxine in deren Beschaffenheit eingreift und sie in leichter zu entfernende Bestandteile umwandelt. So enden beispielsweise hydrophobe Toxine als hydrophil. Andere wichtige Funktionen:
  • Speicherung von Vitaminen (insbesondere A, D, B12),
  • Speicherung von Eisen (Ferritin),
  • unterstützt den Gerinnungsmechanismus, damit er optimal arbeitet,
  • scheidet Galle aus,
  • wandelt giftiges Ammoniak in Harnstoff um.

Leber – was beeinflusst ihren Zustand und die Verschlechterung ihrer Funktion?

Trotz ihrer hohen Regenerationsfähigkeit hat eine langfristige Belastung der Leber durch schädliche Faktoren negative Folgen. Solche Einwirkungen können zu Organschäden und einer Beeinträchtigung ihrer Funktion führen. Die Leber arbeitet langsamer, funktioniert schlechter, und unsere Gesundheit leidet. Daher ist es gut zu wissen, welche Faktoren sich schädlich auf sie auswirken. Dazu gehören unter anderem:
  • hohe Stressbelastung,
  • depressive Zustände sind der Leberfunktion ebenfalls nicht förderlich,
  • Zigaretten,
  • Alkohol,
  • Rauschmittel (z. B. Amphetamin),
  • Metalle (können auch in einigen Kosmetikprodukten enthalten sein),
  • Konservierungsstoffe,
  • synthetische Süßstoffe / Süßungsmittel (besser z. B. Xylit oder Erythrit verwenden),
  • Dioxine und Pestizide,
  • Xenobiotika,
  • Transfette,
  • zu viel Fruktose,
  • hochverarbeitete Lebensmittel.

Leber – wie kann man sie unterstützen und was ist gut für sie?

Grundlegend sind Vorbeugung und die Beseitigung schädlicher Faktoren, die ich oben erwähnt habe. Das ist euch aber sicher ohnehin bewusst. Wenn ihr eure Leber unterstützen möchtet, achtet am besten auf schützende Präparate und verbessert die Ernährung, indem ihr gesunde Essgewohnheiten entwickelt. Eine gute Option in diesem Bereich sind auch Extrakte / Naturprodukte. So kann es beispielsweise vorteilhaft sein, Mariendistelöl sowie Cholin und/oder seine Nahrungsquellen (z. B. Eigelb) in den Speiseplan aufzunehmen. Über eine angemessene Flüssigkeitszufuhr, also das Trinken geeigneter Wassermengen pro Tag, muss man wohl niemandem etwas sagen, oder? Gut für die Leber wirkt ein Extrakt aus Reishi-Pilzen, der seit Jahrhunderten in diesem Zusammenhang verwendet wird. In seiner Zusammensetzung befindet sich das sogenannte Ganoderma B, das neben anderen positiven Eigenschaften die Leberenzyme bei den Stoffwechselprozessen von Kohlenhydraten stimuliert. Studien bestätigen, dass Reishi sich bei Leberinsuffizienz und Leberentzündungen toxikologischen Ursprungs gut bewährt. Den im Extrakt enthaltenen Ganodersäuren, die zu den Triterpenen zählen, wird eine positive Wirkung bei Tumoren dieses Organs zugeschrieben. Erwähnenswert ist auch ihr antioxidatives und entzündungshemmendes Potenzial. Sehr gute Effekte zeigt ein Extrakt aus Vilcacora, auch Katzenkralle genannt. Dank des Gehalts u. a. an Oxindolalkaloiden verbessert er das Abfangen von Mikroorganismen und Toxinen. Außerdem stärkt er, ähnlich wie Reishi, die Immunität und verbessert die Funktion des Immunsystems. Nicht zu vergessen ist das Vorhandensein von Catechin, das die Aktivität der Hepatozyten steigert und die Regeneration der Leber fördert. Vilcacora wirkt außerdem entzündungshemmend und antiviral. Zu den schützenden und unterstützenden Mitteln kann man ruhig Vitamine und Mineralstoffe sowie Adaptogene, die nicht nur die Stressresistenz erhöhen, sondern oft auch entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral wirken. Eine sehr gute Idee kann es sein, Vitamin E, Vitamin A sowie Vitamin C aufzunehmen. Übrigens ist erwähnenswert, dass Mariendistel das im Hinblick auf den Schutz des Organs wertvolle Silymarin mit hepatoprotektiven Eigenschaften enthält. Nützlich sind auch andere Antioxidantien.
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