Wie geht man mit Verstopfung um?

Entgegen dem Anschein ist Verstopfung kein seltenes Problem, wird aber sehr oft bagatellisiert und auf die Stufe eines Unwohlseins herabgestuft, um das man sich nicht allzu sehr kümmern sollte. Es gibt verschiedene Definitionen und Wege, mit Verstopfung umzugehen, aber Tatsache ist, dass die Kontrolle des Stuhlgangs und die Verbesserung des Darmtransits für den Organismus äußerst wichtig sind.
Was ist Verstopfung?
Zu häufiger Stuhlgang ist ein gutes Zeichen, aber zu seltener kann ebenfalls ein Signal dafür sein, dass im Körper etwas nicht ganz in Ordnung ist. Natürlich geht es nicht nur um die Häufigkeit, denn Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung, die nicht selten von Schmerzen begleitet werden und durch Anstrengung zusätzlich verstärkt werden, gehören ebenfalls zur Definition. Die Meinungen über Zeitpunkt und Häufigkeit des Stuhlgangs gehen auseinander, aber man kann davon ausgehen, dass es bereits etwas bedeuten kann, wenn man seltener als dreimal pro Woche Stuhlgang hat. In der Naturheilkunde gilt der tägliche Stuhlgang, also siebenmal pro Woche, als optimal (Norm). Es ist bekannt, dass auch vorübergehende Abweichungen von dieser Norm auftreten können, und Verstopfung selbst kann außerdem z. B. durch Ernährungsfaktoren bei einer unregelmäßigen Ernährung oder durch Stresssituationen verursacht werden. Zu den häufigsten Symptomen von Verstopfung zählen:
- Blähungen (oft mit unangenehmem Geruch) und ein aufgeblähter Bauch,
- Bauchschmerzen,
- verminderter Appetit.
Verstopfung – Folgen
Entgegen dem Anschein können anhaltende Verstopfungen schwerwiegende Folgen für den Zustand des Körpers haben. Unvollständiger und/oder sehr seltener Stuhlgang sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten führen zu einer Störung der Funktion des Entgiftungsmechanismus. Meist verbinden wir Entgiftung mit der Leber, aber vergessen wir nicht, dass wir gerade mit dem Stuhl (und dem Urin) die größten Mengen schädlicher Toxine ausscheiden. Ein Problem kann daher zu einer Beeinträchtigung der Entgiftungsfunktion und einer Anhäufung der genannten Toxine sowie zu Störungen im Hormonhaushalt (sogenanntem hormonellen Detox) führen. Alle Hormone, Bakterien, Toxine und unverdaute Nahrungsreste beginnen sich zu stauen und dann zu faulen und zu fermentieren. Es kommt zu Störungen der Verdauungsfunktionen und dazu, dass die im Darmepithel ansässigen Kolonozyten von der Nahrung abgeschnitten werden. Auf diese Weise entziehen wir dem Körper Nährstoffe, da ihre Aufnahme aus der Nahrung deutlich eingeschränkt wird.
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Wie geht man mit Verstopfung um?
Derartige Probleme mit der Stuhlentleerung und dem Darmtransit können wirklich viele Ursachen haben, daher gibt es auch viele mögliche Mittel / Methoden, auf die man zurückgreifen kann. Besonders, wenn wir bereit sind, zum Arzt zu gehen. So oder so wäre das ein Schuss ins Blaue. Nichtsdestotrotz lassen sich viele Fälle von Verstopfung mit geeigneten diätetischen und supplementbezogenen Maßnahmen beheben. Es ist gut zu wissen, dass Verstopfung eine tiefere Vorgeschichte haben kann und ein solcher Zustand aufgrund anderer Krankheiten oder Funktionsstörungen aufgetreten sein kann. Zum Beispiel ist sie recht häufig ein begleitendes Symptom von Problemen mit Neurotransmittern, der Schilddrüse, Acetylcholin im Darm oder auch von Lebensmittelunverträglichkeiten. Wie ihr seht, sollte man das nicht bagatellisieren – am besten wendet man sich an einen Facharzt.
Als Erstes kommt einem, wenn der Stuhlgang ausbleibt, die richtige Hydrierung (Wasser) und eine Erhöhung der Ballaststoffmenge in der Ernährung (oder ein gutes Präparat) in den Sinn. Natürlich kann sich das als sehr guter Ansatz erweisen und man sollte die Rolle dieser Elemente nicht schmälern. Warum? Erstens: Wasser verbessert die Bildung der Stuhlmasse. Zweitens: Ballaststoffe erhöhen die Stuhlmasse, weil sie Wasser und zusätzlich die Fermentationsprodukte aufnehmen. Man muss jedoch bedenken, dass sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss in der Ernährung Verstopfung verursachen kann. Viele Menschen erwähnen Koffein. Ja, es beschleunigt den Stoffwechsel und verbessert die Darmperistaltik, wodurch der Stuhlgang erleichtert wird. Aufgrund seiner übrigen Eigenschaften (z. B. der anregenden Wirkung) ist eine tägliche Anwendung nicht unbedingt für jeden eine gute Idee.
Probiotika? Ja, das ist die absolute Grundlage. Schließlich ist der Darm nicht nur für das Immunsystem, die Verdauung, die Aufnahme von Vitaminen, Nährstoffen und das allgemeine Wohlbefinden wichtig. Er ist unser Verdauungssystem! Außerdem spielt er eine wichtige Rolle im Ausscheidungsprozess. Bei anhaltender Verstopfung kann man jedoch nicht einfach zum erstbesten Präparat greifen. Erstens: Wir setzen auf hohe Produktqualität. Zweitens: Wir prüfen, welche Bakterienstämme es enthält. Studien bestätigen, dass z. B. Lactobacillus reuteri oder Bifidobacterium longum die Darmperistaltik in erheblichem Maße verbessern und außerdem das Reizdarmsyndrom (sogenanntes IBS) lindern. Zu Probiotika sind fermentierte Lebensmittel eine gute Ergänzung, die als Nahrung für nützliche Bakterien dienen.
Zum Schluss habe ich etwas aufgehoben, woran die meisten von uns vergessen. Nämlich: die richtige Position. Experten betonen, dass der Stuhlgang am besten in der Hocke erfolgt (oder, wie man will, in der kauernden Position). Bei uns kann sich das angesichts der üblichen Toiletten als recht schwer umsetzbar erweisen, aber z. B. in Japan ist das kein so großes Problem mehr. Wie lässt sich das umgehen? Man muss nur etwas unter die Füße stellen. Das klingt vielleicht nicht besonders einladend, ist aber sicher gesund für den Darm und erleichtert die Ausscheidung (schon allein, weil es Anstrengung und Spannung verringert).
Was kannst du noch tun und woran solltest du denken?
- wenn die Ernährung arm an guten Fetten ist, erhöhe deren Verzehr,
- steigere die körperliche Aktivität, wenn du nicht aktiv bist (schon normale Freizeitbewegung),
- kümmere dich um das Verdauungssystem,
- eine gute Praxis sind regelmäßige Mahlzeiten, die ohne Eile eingenommen werden (Essen läuft nicht weg),
- trinke mehr Wasser (achte auf ausreichende Hydrierung),
- reduziere, soweit möglich, die Stressbelastung
- kümmere dich umfassend um den Darm.