Verdauungsprobleme

VerdauungsproblemeVerdauungsprobleme, genauer gesagt Magen-Darm-Beschwerden, sind leider ziemlich häufig. Höchstwahrscheinlich hattet ihr schon damit zu tun, und wenn nicht, dann werdet ihr es noch haben. Mehr noch: Nicht alle müssen rein verdauungsbezogene Symptome verursachen, was die richtige Diagnose erschwert. Schaut, wie ihr damit umgehen könnt und welche vorbeugenden Maßnahmen ihr ergreifen könnt.

Verdauungsprobleme

Verdauungsprobleme können den gesamten Verdauungstrakt betreffen, also sowohl die Verdauung als auch den Darm selbst, also auch z. B. die Aufnahme von Nährstoffen, Entzündungen in diesem Bereich und Probleme mit der Darmentleerung. Klingt vertraut? Sicher habt ihr schon die eine oder andere dieser Beschwerden erlebt. Das Bewältigen dieser Probleme wird zweifellos den Komfort und die Lebensqualität verbessern. Denkt daran, dass der Verdauungstrakt mit anderen Bereichen des Körpers verbunden ist, die von vielen Zusammenhängen geprägt sind. Die Systeme beeinflussen sich gegenseitig, wirken aufeinander ein und arbeiten zusammen. Daher werden Verdauungsprobleme sich negativ auf das allgemeine Wohlbefinden sowie auf einzelne Funktionen auswirken – z. B. auf die Abwehrkräfte, die geistige Verfassung oder das Energieniveau im Laufe des Tages. Andererseits können konkrete Symptome dabei helfen, bestimmte Verdauungsprobleme zu diagnostizieren, daher ist die Beobachtung des eigenen Körpers das A und O. Es schadet auch nie, einige grundlegende Untersuchungen durchzuführen. Auf den Zustand von Magen und Darm hat der aktuelle Lebensstil einen erheblichen Einfluss. Stress ist zu einem ständigen Begleiter geworden, dem wir fast überall begegnen, und die „Ernährung“ besteht oft aus hochverarbeiteten Produkten mit geringem Nährstoffgehalt und entzündungsfördernden Eigenschaften. Zu den Hauptfaktoren, die sich negativ auf Magen und Darm auswirken und Verdauungsprobleme verschärfen, gehören:
  • eine hohe Stressbelastung,
  • Arzneimittel aus der Gruppe der PPI und NSAR,
  • Genussmittel (nicht nur Zigaretten und Alkohol, sondern auch übermäßige Mengen Kaffee oder Tee),
  • unzureichende Flüssigkeitszufuhr,
  • hochverarbeitete Lebensmittel,
  • ein Überschuss an Zucker in der Ernährung,
  • große Mengen oxidierter Fettsäuren,
  • geringe körperliche Aktivität.
Das sind nur Beispiele, aber ich weiß, dass nicht selten mehrere der genannten Punkte oder sogar alle gleichzeitig auftreten, was nichts Gutes verheißt. Von meiner Seite gebe ich euch einige Hinweise dazu, wie ihr Magen und Darm unterstützen könnt. Grundlagen und Tipps, die helfen können, Symptome zu vermeiden und zu lindern, die den Alltag erschweren.

Verdauungsprobleme – allgemeine Hinweise

  • Der erste und meiner Meinung nach wichtigste Schritt vor konkreten Ernährungs- und Supplementierungsmaßnahmen ist die Durchführung von Untersuchungen. Dadurch können wir den Zustand des Körpers besser einschätzen, um anschließend die richtige Richtung festzulegen. Eine gute Idee ist es, problematische Themen anzugehen, die uns betreffen könnten, z. B. SIBO, Candida-Überwucherung, Probleme mit der Ausschüttung von Verdauungsenzymen und Magensäure, das Leaky-Gut-Syndrom, Störungen der Darmflora.
  • Wenn es um mögliche Verdauungsprobleme und ihren Schutz davor geht, sollte die Ernährung reich an leicht verdaulichen, nährstoffreichen und möglichst wenig verarbeiteten Produkten sein. In der ersten Zeit lohnt es sich, sich auf Kochen (auch Dämpfen) und Schmoren zu konzentrieren und das Braten zu vermeiden. Eine gute Idee ist es, potenziell problematische Lebensmittelgruppen zu eliminieren / einzuschränken, wie Milchprodukte (Milch, Käse, Quark), Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen) und Getreide (vor allem Weizen).
  • Eliminationsdiäten eignen sich hervorragend für Menschen mit Verdauungsproblemen, deren Darmzustand nicht allzu gut ist. Erwähnenswert ist, dass es sinnvoll ist, die zu den FODMAPs zählenden Produkte einzuschränken. Die Umsetzung dieses und des vorherigen Punktes ermöglicht es, den Ernährungsplan zu bereichern und gleichzeitig Faktoren auszuschließen, die Entzündungen im Bereich des Verdauungssystems verursachen.
  • Wenn eure Ernährung reich an Zucker ist, solltet ihr seinen Anteil verringern. Denkt auch daran, gute Fettsäuren einzubeziehen (insbesondere EPA und DHA).
  • Entgegen dem Anschein muss Essen alle 2-3 Stunden nicht gut sein (trotz der Empfehlungen auf vielen Portalen). Im Hinblick auf Verdauungsprobleme ist es gut, dem Körper Zeit zu geben, damit er die entsprechenden entgiftenden und verdauungsbezogenen Prozesse einleiten kann. Längere Pausen zwischen den Mahlzeiten und/oder weniger Mahlzeiten wirken sich bei Menschen mit Darmproblemen günstig aus (auch eine gute Idee bei Insulinresistenz).
  • Nicht nur Essen zählt. Es ist daran zu denken, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, also auf eine angemessene Hydrierung zu achten. Was haben Verdauungsprobleme damit zu tun? Wasser ist für die korrekte Darmperistaltik, die Schleimhäute, die Verdauungsprozesse und viele andere Funktionen unerlässlich.
  • Dem Wasser, das wir trinken, können wir etwas hochwertiges Himalayasalz hinzufügen, um einige mit der Verdauung verbundene Aspekte zu verbessern.
  • Eine sehr wichtige Frage ist auch die Regeneration, also vor allem eine ausreichende Menge hochwertigen Schlafs. Die Rolle des Schlafs und seine Wirkung auf den Organismus sind euch vermutlich bekannt. Ich möchte jedoch erwähnen, dass es gerade während der nächtlichen Ruhe zu einer Beruhigung der Systeme, zur Regeneration der Nebennieren, zur Entgiftung sowie zur Verbesserung der Stressresistenz kommt. Ich empfehle daher, das blaue Licht am Abend zu minimieren, 7-9h zu schlafen und sich, wenn möglich, gegen 22:00 Uhr hinzulegen. Die Melatoninsekretion wird steigen, und Cortisol (das Stresshormon) wird einen weniger destruktiven Einfluss auf den Organismus haben.
  • Verringert nach Möglichkeit die Stressbelastung, besonders abends vor dem Schlafengehen. Eine Supplementierung mit Adaptogenen tagsüber wäre eine gute Idee – sie kann dazu beitragen, das Stressniveau zu senken, die Widerstandskraft zu erhöhen und seine möglichen Folgen zu minimieren.
  • Mäßige, regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Außerdem fördert sie in dieser Form die Darmperistaltik.
  • problemy pokarmowe i jelitaProbiotika sind nahezu unter allen Umständen eine gute Option. Sie können eine hervorragende Vorbeugung darstellen und den Zustand der Bakterienflora verbessern, wenn bereits Verdauungsprobleme bestehen. Stress, ein ungesunder Lebensstil, Antibiotika sowie Arzneimittel aus der Gruppe der PPI und NSAR stören die Mikroflora und verschlechtern gleichzeitig die Darmfunktionen.
  • Natriumbutyrat, Lactoferrin oder Kolostrum eignen sich, wenn ihr den Darm abdichten und die Darmbarriere unterstützen möchtet.
  • Darmprobleme können auch mit Entzündungen, einer geringen Gallensekretion oder einer schlechten Leberfunktion zusammenhängen. Neben den obigen Hinweisen lohnt es sich, eine Supplementierung mit Vitamin D3, am besten zusammen mit Vitamin K2 (MK7), sowie Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren - sie besitzen entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Außerdem solltet ihr in diesem Zusammenhang nach und nach gute Fette in eure Ernährung einbauen (auch solche tierischen Ursprungs). Das ist besonders wichtig für Personen mit einer einseitigen, nährstoffarmen oder fettarmen Ernährung.
  • Wichtig ist, dass bei Geschwüren oder Erosionen die Anwendung von Präparaten zur Unterstützung der Verdauung, wie etwa dem beliebten Apfelessig, Salzsäure usw., nicht empfohlen wird.
Abschließend möchte ich hinzufügen, dass man nicht ohne Grund sagt, dass vieles im Kopf liegt. Auch die mentale Einstellung hat einen erheblichen Einfluss auf Verdauungsprobleme – besonders in Bezug auf das Stressniveau. Wenn du dich verändern willst, beginne mit der Veränderung von Denkmustern und deiner Einstellung. Was Nahrungsergänzungsmittel betrifft, lohnt es sich außerdem, z. B. auf Zink, Kollagen, Schwarzkümmelöl, Kurkuma, Bioflavonoide, Eibischwurzel, Betain HCL zu achten. Nichtsdestotrotz zunächst Untersuchungen und achtet auf die Grundlagen. Habt ihr immer noch Verdauungsprobleme oder ist es euch gelungen, sie loszuwerden? Was tut ihr, um den Zustand von Magen und Darm zu verbessern?
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