
Die Verdauung ist ein grundlegender Prozess, ohne den wir nicht funktionieren könnten. Streng genommen kannst du die beste und wertvollste Ernährung haben, aber wenn die Verdauung versagt, schöpfst du ihr volles Potenzial nicht aus.
Wie kann man die Verdauung verbessern?
Ihr wisst sicher, dass gerade die Verdauung eine grundlegende Rolle für das Funktionieren des Organismus spielt. Im Verlauf dieses Prozesses werden die Nahrungsbestandteile, die wir mit der Nahrung aufnehmen, abgebaut. Bei einer gut funktionierenden Verdauung werden diese Bestandteile in Verbindungen zerlegt, die wir relativ leicht aufnehmen können. Außerdem gilt: Je besser wir bestimmte von außen zugeführte Bestandteile aufnehmen, desto besser können wir sie nutzen.
Denkt daran, dass für die Prozesse im Zusammenhang mit der Aufnahme von Nährstoffen in hohem Maße der Darm verantwortlich ist. Daher ist es nicht unwichtig, sich um seinen Zustand zu kümmern, damit er seine Funktionen so erfüllen kann, wie es sein sollte.
Es lohnt sich zu bedenken, dass mit Sicherheit jeder von uns Probleme mit der Verdauung erlebt hat oder in Zukunft erleben wird. Es reicht nicht aus, schwer verdauliche Lebensmittel einfach zu meiden und zu hoffen, dass uns nichts Schlimmes passiert. An dem Prozess sind zahlreiche Elemente des Verdauungssystems beteiligt, von denen jedes seine Rolle so gut wie möglich erfüllen muss.
Schaut, worauf ihr achten und worum ihr euch kümmern solltet, um die Verdauung zu verbessern.
Zu wenig Salzsäure - die Verdauung verbessern
Sowohl ein Überschuss an Magensäure als auch ihr Mangel verheißen nichts Gutes. Umso mehr, als wir uns oft nicht bewusst sind, dass wir möglicherweise nicht die richtigen Mengen davon bilden. Im Alltag achten leider viele Menschen nicht darauf, was sie zu sich nehmen. Ja, Essgewohnheiten sind wichtig. Hochverarbeitete Produkte, viele entzündungsfördernde Bestandteile, das Meiden von Fetten, eine nährstoffarme Ernährung – all das begünstigt einen Mangel an Magensäure. Wenn mit einer Ernährungsumstellung bekannte Beschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen oder Bauchschmerzen einhergehen, können wir vermuten, dass der Körper zu wenig Säure produziert. Das wiederum wirkt sich auf die Verdauung als Ganzes aus.
Interessanterweise geht dies oft mit anderen Problemen einher. Eine zu geringe Menge an Magensäure kann gleichbedeutend mit einer gestörten Ausschüttung von Verdauungsenzymen sein. Außerdem wirkt es sich nicht nur ungünstig auf die Verdauung aller Nahrungsbestandteile aus und führt zu einer verstärkten Ansammlung von Nahrungsresten im Magen, sondern auch auf die Funktion und den Zustand des Darms. Nachdem die Ursache des Problems festgestellt wurde, sollte man die richtige Richtung einschlagen. Eine gute Idee kann die Anwendung von Apfelessig (ein Esslöffel in einem Glas Wasser verdünnt) vor einer Mahlzeit oder Wasser mit Zitronensaft sein. Je nach Fall eignen sich Betain HCL oder Kräuterextrakte wie Mariendistel oder Löwenzahn. Es lohnt sich, die Stressbelastung möglichst zu verringern. Zu den Ursachen zählen auch die Einnahme von IPP sowie Probleme autoimmuner Natur.
Verdauungsenzyme und Verdauung
Ein Mangel an Verdauungsenzymen oder, wenn man so will, ihre beeinträchtigte Ausschüttung ist ein weiterer Faktor, der dazu führen kann, dass unsere Verdauung nicht richtig funktioniert. Enzyme sind für Verdauungsprozesse unerlässlich. Es ist gut zu wissen, dass wir sie neben der natürlichen Produktion des Körpers auch über die Nahrung (vor allem rohe Lebensmittel) sowie durch zusätzliche Supplementierung aufnehmen können. Die häufigste Ursache für einen Enzymmangel ist eine ungeeignete, nicht selten hochverarbeitete Ernährung. Je stärker ein Produkt verarbeitet ist, desto weniger Enzyme enthält es, und der Körper hat größere Schwierigkeiten, damit zurechtzukommen.
Zu den weiteren Ursachen zählen der oben erwähnte Mangel an Salzsäure, SIBO oder das Leaky-Gut-Syndrom, Nährstoffmängel sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Ein Enzymmangel wirkt sich durch seine katastrophale Wirkung auf die Verdauung negativ auf die Aufnahme von Nährstoffen aus, sodass sie nicht in den richtigen Mengen an die Stellen gelangen können, an denen sie benötigt werden. Das wirkt sich nicht nur ungünstig auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden aus, sondern schränkt auch die Möglichkeiten bei der Arbeit an der Figur ein.

Wichtig ist, dass sehr wahrscheinlich erhebliche Defizite an
Vitamin D, dessen Spiegel in unserer Gesellschaft ohnehin niedrig ist. Durch die beeinträchtigte Ausschüttung von Enzymen kommt es auch zu einer Reihe spürbarer, rein verdauungsbezogener Probleme wie Verstopfung, Blähungen, Blähbauch nach dem Essen, Schmerzen.
Die Bakterienflora hat Einfluss auf die Verdauung
Wisst ihr, dass
die Darmflora eine Vielzahl positiver Funktionen für den gesamten Organismus erfüllt. Sich um diesen Aspekt zu kümmern, fördert die Arbeit an der Figur, verbessert das Wohlbefinden und den allgemeinen Gesundheitszustand, stärkt die Immunität, sorgt für eine optimale Funktion der Systeme, beeinflusst aber auch die Verdauung und den Spiegel wichtiger Verbindungen für uns (z. B. Vitamin D und K). Studien zeigen eine Korrelation von Darmstörungen u. a. mit Nahrungsmittelallergien, Immunproblemen und Übergewicht. Interessanterweise bestätigen sie auch den Zusammenhang der Bakterienflora mit Infektionen und einem erhöhten Risiko für bestimmte Krankheiten.
Es ist zu beachten, dass Bakterien an der Produktion von Enzymen beteiligt sind, die die Verdauung bestimmter Bestandteile ermöglichen, etwa von langen Zuckerketten. Erwähnenswert ist, dass neben den bereits genannten zu den häufigen Ursachen ungünstiger Veränderungen der Flora z. B. Medikamente aus der Gruppe der IPP, NLPZ, Antibiotika und Verhütungsmittel zählen.
FODMAPS-Unverträglichkeit und Verdauungskomfort
Produkte, die zu den sogenannten FODMAPS gezählt werden, sind eine oft übersehene Gefahr für das Verdauungssystem. Wichtig ist, dass sich Produkte dieser Art oft durch die Fähigkeit auszeichnen, Wasser in den Dickdarm zu transportieren. Außerdem geht es um die osmotische Wirkung, die Förderung von Durchfall und Blähungen sowie darum, dass sie fermentieren. Bei einer FODMAPS-Unverträglichkeit ist das Vorgehen im Großen und Ganzen individuell, da jeder Organismus anders reagieren kann. Das betrifft sowohl Produkte aus bestimmten Gruppen (FODMAPS werden in 4-5 Kategorien eingeteilt) als auch die Menge der Bestandteile. Wie vorgehen? Eine gute Idee ist es, Quellen problematischer Zuckerarten aus der Ernährung zu eliminieren, beginnend mit Milchprodukten und Obst (in der Regel ca. 6 Wochen), und sie anschließend schrittweise wieder einzuführen. Außerdem lohnt es sich immer, Maßnahmen mit entzündungshemmender Wirkung einzuführen.
Gründliches Kauen - ein Weg zur Verdauung
Die Verdauung beginnt in der Mundhöhle. Dort zerkleinern wir die Nahrung und führen zusammen mit dem Speichel Enzyme ein, die für ihren Abbau notwendig sind. Dies ist ein sehr oft übersprungener, aber nicht weniger wichtiger Schritt. Essen in Eile wirkt sich nicht gut auf die Verdauung aus. Wenn etwas nicht gekaut wird, kann es nicht richtig verdaut werden.