Supplementierung in der Schwangerschaft

Supplementierung in der SchwangerschaftDie Supplementierung in der Schwangerschaft ist eine dieser Fragen, die oft vergessen oder verharmlost werden. Leider lässt sich nicht alles zu 100 % über die Ernährung erreichen, auch wenn sie die Grundlage eines gesunden Lebensstils bildet. Man muss bedenken, dass in dieser Zeit nicht nur der Bedarf an Energie oder Makroelementen steigt, sondern auch an Vitaminen und Mineralstoffen.

Supplementierung in der Schwangerschaft

Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass wir für zwei essen. Der richtige Gesundheitszustand des Körpers der Mutter ist entscheidend für den Verlauf der Schwangerschaft und die fetale Entwicklung. Man sagt, dass die Darmflora eine besondere Rolle spielt, die auch im Hinblick auf die Immunität unseres Nachwuchses von großer Bedeutung ist. Natürlich ist eine angemessene Ernährung die Grundlage, und Nahrungsergänzungsmittel helfen dabei, Defizite auszugleichen, die sich aus dem steigenden Bedarf und möglichen Mangelzuständen ergeben könnten. Aus diesem Grund ist es eine sehr gute Idee, schon vor der Schwangerschaft auf die Beseitigung von Verdauungs- und Ernährungsproblemen zu achten. Viele Organisationen auf der ganzen Welt empfehlen die Einnahme zusätzlicher Nahrungsergänzungsmittel, was leider häufig verharmlost wird. Selbstverständlich ist die Schwangerschaft keine Krankheit, aber man kann nicht leugnen, dass es sich um einen besonderen Zustand handelt. Die häufigsten Empfehlungen betreffen Folsäure und Jod. Dennoch gibt es noch andere Bestandteile, deren Supplementierung man erwägen sollte. So oder so sollte alles unter der Kontrolle eines Spezialisten und am besten eines guten Ernährungsberaters erfolgen. Vor der Schwangerschaft ist es sinnvoll, einige Untersuchungen durchzuführen, um festzustellen, in welchem Zustand sich unser Organismus befindet.
  • Glukose + Insulin (nüchtern),
  • 25ohd3,
  • Folsäure + Vitamin B12,
  • Eisen (zusammen mit Ferritin),
  • vollständiges Schilddrüsenpanel.
Je nach Ergebnissen kann es eine gute Option sein, die Supplementierung schon vor der Schwangerschaft einzuführen. Abgesehen davon, dass nicht jede Schwangerschaft geplant ist, können einige Bestandteile aus Lebensmitteln relativ schlecht aufgenommen werden. Dies wird recht häufig bei Folsäure festgestellt, die auch mit Methylfolat eingenommen werden kann (insbesondere bei Problemen mit der Methylierung), allerdings sollte die Dosierung von Folaten streng kontrolliert werden (vor allem im I. Trimester).

Auf welche Nahrungsergänzungsmittel sollte man in der Schwangerschaft achten?

Beginnen wir mit den naheliegendsten, die am häufigsten empfohlen werden und für die meisten schwangeren Frauen gelten.
  • Folsäure (Vitamin B9). Diese Säure ist die synthetische Form des sogenannten 5-MTHF, also der aktiven Form von Vitamin B9, die sich durch eine sehr gute Verwertbarkeit auszeichnet. Kurz gesagt wird Folsäure im Verlauf der Methylierung zu dem Endmetaboliten umgewandelt, also in die genannte aktive Form. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die gesamte Menge in die für uns relevante Form überführt wird. Aus diesem Grund wird manchmal die Verwendung z. B. einer Kombination aus Folsäure und Methylfolat empfohlen. Die Dosierung hängt von vielen Faktoren ab (darunter Methylierung, Zustand des Verdauungssystems, Körpergewicht, Trimester oder des Spiegels im Organismus). Experten betonen, dass ausreichende Mengen an Folaten dazu beitragen, das Risiko von Herzfehlern beim Kind zu verringern. Im Hinblick auf die Mutter kann es das Risiko einer Fehlgeburt und von Präeklampsie senken.
  • Jod. Das Element steht im Zusammenhang mit der Funktion der Schilddrüse, genauer gesagt mit den von ihr produzierten Hormonen. Außerdem steigt die Produktion der Schilddrüsenhormone in der Schwangerschaft. Größere Jodmengen werden verwendet, aber auch aus dem Körper ausgeschieden. Hinzu kommt noch die Notwendigkeit, es dem Fötus zuzuführen. Wie man sieht, steigt der Bedarf, daher ist eine Supplementierung oft angezeigt. Man sollte bedenken, dass die Polen schon allein aufgrund ihrer Lage und damit der Verfügbarkeit von Produkten und der Ernährungspräferenzen zu einer Risikogruppe für Mangelzustände gehören. Eine angemessene Dosierung verringert das Risiko neuroentwicklungsbedingter Schäden. Außerdem sinkt dadurch auch das Risiko einer Fehlgeburt.
  • Vitamin D3. Fakt ist, dass ein großer Teil der Bevölkerung sich an der unteren Grenze des Vitamin-D-Spiegels befindet oder mit einem Mangel zu kämpfen hat. Sicherlich sind Sie schon auf die Aussage gestoßen, dass Vitamin D3 die Knochenmineralisierung unterstützt – das betrifft sowohl die Mutter als auch das Kind. Weniger spricht man darüber, dass es für das Immunsystem von großer Bedeutung ist, einschließlich der immunologischen Anpassung während der Schwangerschaft. Außerdem wurde bestätigt, dass ausreichende Mengen, die während der fetalen Entwicklung zugeführt werden, die Immunität des Kindes in der frühen Phase seines Lebens fördern können.
  • Eisen. Während der Schwangerschaft steigt auch der Bedarf an Eisen deutlich an. Die Kontrolle des Eisenspiegels und nicht selten auch die Supplementierung sind so wichtig, weil der Körper der schwangeren Frau eine ganze Reihe physiologischer Veränderungen durchläuft. Infolge dessen steigt das Risiko einer durch Eisenmangel verursachten Anämie (sogenannte sideropenische Anämie). Selbstverständlich steigt der Bedarf an diesem Element, und wenn wir zuvor zusätzlich Probleme mit der Aufnahme nicht beseitigt haben, ist eine angemessene Supplementierung umso eher angezeigt.
  • Omega 3. Es ist seit Langem bekannt, dass die Fettsäuren der Omega-3-Gruppe besonders wichtig für das Nervensystem und das Gehirn sind. Das betrifft sowohl die Vorbeugung und den Schutz als auch ihre bessere Funktion. Gemeint sind natürlich die Fettsäuren EPA und DHA, wobei gerade letztere im Verlauf der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielen. Sie sind auch entscheidend für die Entwicklung des Kindes, vor allem des Gehirns und der geistigen Funktionen. Angemessene Mengen an DHA tragen dazu bei, das Risiko psychomotorischer Störungen und solcher im Zusammenhang mit der Myelinisierung der Nervenzellen zu senken. Außerdem ist eine Omega-3-Supplementierung auch vor der Schwangerschaft eine gute Idee, da sie sowohl für die fetale Entwicklung wichtig ist als auch einen Einfluss auf die spätere Entwicklung hat (etwa auf die Lernfähigkeit).

Weitere Bestandteile, deren Supplementierung in der Schwangerschaft erwogen werden sollte

Wenn bestätigt wurde, dass bei einem der unten aufgeführten Bestandteile Mangelzustände vorliegen (z. B. aufgrund einer nicht sehr reichhaltigen und ausgewogenen Ernährung), kann je nach Fall die Einnahme erwogen werden:
  • Magnesium,
  • Zink,
  • Vitamin B12,
  • Calcium,
  • Selen,
  • Cholin.
pixelpixel