
Wenn Schlaf für euch nicht wichtig ist, dann schaut euch an, welche Bedeutung er im Alltag hat! Und denkt daran: nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität – ihr werdet es nicht bereuen.
Im Alltag trifft man viele Menschen, für die Schlaf das Wichtigste ist. Man könnte sagen, dass sie förmlich jeden Moment zelebrieren, den sie dem nächtlichen Ausruhen widmen können. Logisch, wer schläft nicht gern, oder?
Dennoch gibt es Menschen, die die Rolle des Schlafs und seinen Einfluss auf den Organismus unterschätzen. Wenn ihr denkt, dass es besser ist, eine Nacht durchzumachen und zu arbeiten oder noch etwas länger am Computer zu spielen, dann irrt ihr euch. Klar, manchmal gibt es keine andere Möglichkeit, aber wenn ihr die Wahl habt, dann zögert nicht – geht ins Bett und gebt eurem Organismus die Möglichkeit, sich auszuruhen.
Schlaf und der Tagesrhythmus
Schlaf ist ein unterschätzter Faktor, was sich, wie sich herausstellt, als einer der größten Fehler erweist. Besonders dann, wenn das Durchmachen von Nächten recht häufig vorkommt. Ganz ehrlich: Gerade Schlaf von angemessener Qualität und Dauer beeinflusst eine enorme Anzahl von Mechanismen, die psychisches Wohlbefinden, Energie zum Handeln, Motivation, geistige Funktionen, den Gesundheitszustand oder auch die Immunität bestimmen.
Ganz zu schweigen davon, dass er bei der Arbeit an der Figur helfen kann… Ein großes Problem können Menschen haben, die im Schichtdienst arbeiten. Die Umstellung des Tagesrhythmus bei einem plötzlichen Wechsel auf Nachtschichten ist ein erheblicher Schock für den Organismus.
Es ist erwähnenswert, dass der Tagesrhythmus eng mit Hormonen verbunden ist. Ein grundlegender Punkt ist die Ausschüttung von Cortisol, also des Stresshormons. Natürlich ist sein Wert morgens am höchsten. Lässt man jedoch Situationen außer Acht, die zu seinem Anstieg führen (z. B. die Zeit nach körperlicher Anstrengung), würde er im Laufe des Tages allmählich sinken.
Die Arbeit von Mahammed zeigt recht deutlich, dass ein erhöhter Cortisolspiegel auch mit einem erhöhten Risiko für depressive Zustände gleichzusetzen ist. Es ist noch zu erwähnen, dass Menschen im Schichtdienst zu der Gruppe gehören, die einem häufigeren Auftreten von Virusinfektionen ausgesetzt ist.
Während der nächtlichen Ruhe findet sowohl körperliche als auch psychische Regeneration statt. Daher kann man mit gutem Gewissen sagen, dass Schlaf die Bedingungen für ein optimales Funktionieren des Organismus schaffen kann. Was nützt uns Energie, wenn wir uns schläfrig fühlen und die Motivation sinkt? Und umgekehrt, wozu brauchen wir Motivation, wenn uns die Kraft zum Handeln fehlt oder wir uns nicht konzentrieren können?
Fakt ist, dass die meisten Menschen zu wenig schlafen, damit die psycho-physische Regeneration richtig ablaufen kann. Den Quellen zufolge sollte man im Durchschnitt 7h (bis zu 9h) für die nächtliche Ruhe einplanen. Unter manchen Umständen ist auch ein Nickerchen angezeigt.
Interessanterweise sind auch die Zeiten des Zu-Bett-Gehens und Aufstehens nicht ohne Bedeutung. Besonders, wenn es um die Regeneration der Nebennieren geht, die zwischen 21:00 und 1:00 Uhr am intensivsten abläuft. Glaubt uns, wenn ihr diesen Faktor unterschätzt und euch in einen Zustand der Nebennierenermüdung bringt, wird euch das nicht guttun…
Schlafmangel schadet der Gesundheit
Schlaf ist schon deshalb wichtig, weil er eine Art Regulator des hormonellen und neuronalen Haushalts ist. Außerdem steigert er nicht nur die Konzentration, sondern wirkt sich am nächsten Tag auch positiv auf das Gedächtnis und den Energiehaushalt aus. Er verbessert auch die Stresstoleranz, die einer der Faktoren ist, die die Entwicklung gefährlicher Krankheitsbilder begünstigen.
Vielleicht werden viele Menschen überrascht sein, aber Schlafmangel wirkt sich negativ auf den Zuckerhaushalt des Organismus aus. Studien bestätigen, dass ein Mangel an ausreichender nächtlicher Erholung den Ablauf physiologischer Prozesse im Zusammenhang mit den Stoffwechselvorgängen stört.
Mehr noch, er steht im Zusammenhang mit Problemen mit dem Blutzuckerspiegel, darunter der Insulinsensitivität und Diabetes. Schon Stress und das damit verbundene Hormon spielen eine nicht geringe Rolle bei der Entstehung von Insulinresistenz, von der es nur ein kurzer Weg bis zu Diabetes ist. Störungen des Cortisolspiegels, eine hohe Stressbelastung und eine Verschlechterung der Insulinsensitivität wirken sich auch nicht positiv auf unsere Figur aus.
Schlafmangel ist mit einem erhöhten Spiegel von Ghrelin (Hungerhormon) verbunden, das den Appetit anregt. Alles ist in Ordnung, wenn Ghrelin im Gleichgewicht mit dem Gegenhormon, also Leptin (Sättigungshormon), bleibt. Andernfalls führt das zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme und damit zu einer erhöhten Energiezufuhr. Dann haben wir es mit anhaltendem Hunger zu tun.
Eine Störung des Gleichgewichts zwischen Hormonen, die in gewissem Maße das Körpergewicht bestimmen, verheißt nichts Gutes. Zumal wir zusätzlich mit Schwankungen des Blutzuckerspiegels, Insulinausschüttungen und einer verschlechterten Empfindlichkeit gegenüber diesem Hormon zu tun haben.
All das führt zu einer übermäßigen Speicherung von Fettgewebe und zu Übergewicht, das schon längst als eine der Zivilisationskrankheiten gilt.

Studien von Arlet Nedeltcheva bestätigen, dass Menschen, die zu wenig schlafen, größere Mengen an Nahrung zu sich nehmen, mehr naschen und dadurch schneller zunehmen und große Schwierigkeiten haben, das gespeicherte Fett wieder loszuwerden. Übergewicht wiederum ist einer der Faktoren, die unter anderem die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.
Menschen, die zu wenig schlafen, haben auch häufiger mit chronischen Entzündungen zu tun. Interessanterweise wird eine solche Entzündung im Vergleich etwa zu einer akuten Entzündung nicht als besonders gefährlich eingestuft. Dennoch kann sie sehr lange andauern, wobei es zu einer verstärkten Ausschüttung proinflammatorischer Zytokine wie IL-6 und TNF-alpha kommt.
Fakt ist, dass chronische Entzündungen das Risiko für die Entwicklung vieler Krankheitsbilder erhöhen, wie etwa Insulinresistenz, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen, die zuvor erwähnten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebserkrankungen. Außerdem beschleunigen sie die zellulären Alterungsprozesse.
Langer und tiefer Schlaf und die Immunabwehr
Es ist nachgewiesen, dass ausreichender Schlaf dazu beiträgt, das Gleichgewicht zwischen Cortisol und Melatonin (Schlafhormon) zu erhalten. Wenn es dafür Indikationen gibt, kann man auf
Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
Es ist genau Melatonin, das unsere innere biologische Uhr koordiniert. Dieses Hormon kann Entzündungsreaktionen kontrollieren und immunologische Prozesse anregen, auch unter Bedingungen, die die Immunfunktion beeinträchtigen (z. B. bei der Einnahme von immunsuppressiven Mitteln). Es begrenzt auch die übermäßige Reaktion des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen.
Laut Studien beeinflusst angemessener Schlaf die Anzahl der Immunzellen, wirkt immunregulierend und verringert die Anfälligkeit für Virusinfektionen deutlich. Außerdem beeinflusst er den GH-Spiegel, der immunstimulierende Funktionen besitzt.
Zusammenfassend: die Bedeutung des Schlafs
Angemessener Schlaf (ausreichende Menge und Qualität):
- hilft bei der Arbeit an der Figur,
- verringert das Risiko vieler Erkrankungen wie neurodegenerativer Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes,
- hilft, Entzündungen unter Kontrolle zu halten,
- erhöht die Stresstoleranz,
- verringert das Risiko von Übergewicht,
- stärkt die Immunabwehr und verringert die Anfälligkeit für Infektionen,
- verringert das Risiko depressiver Zustände,
- fördert eine bessere Konzentration und sorgt für einen optimalen Ablauf der Denkprozesse,
- regeneriert Körper und Geist,
- fördert eine verbesserte Insulinsensitivität, den Energiehaushalt des Organismus und den Zuckerhaushalt.