Schilddrüse – Diagnose und Untersuchungen

Schilddrüse – Diagnose und UntersuchungenDie Schilddrüse ist eines der wichtigsten hormonellen Zentren, und ihr guter Zustand ermöglicht es, sich guter Gesundheit, Wohlbefinden, einem leistungsfähigen Geist und einer besseren Figur zu erfreuen. Wie ihr sicher wisst, sind Prävention und Beobachtung entscheidend, also auch die Durchführung geeigneter Untersuchungen, um den Zustand des eigenen Organismus zu beurteilen. Untersuchungen ermöglichen es, die Ursache eines bestimmten Zustands anzugehen, und darauf aufbauend ergreifen wir Maßnahmen, die an der Ursache des Problems ansetzen und gleichzeitig die Symptome lindern. Die Ursache kann eine ganze Reihe von Faktoren sein. Um jedoch eine gute Diagnose zu stellen und die richtige Ursache zu bestimmen, muss ein vollständiges Set geeigneter Untersuchungen durchgeführt werden… Leider - entgegen dem Anschein – ist das oft problematisch. Es ist erwähnenswert, dass wir es am häufigsten mit einer Schilddrüsenunterfunktion und – etwas seltener – mit einer Überfunktion der Schilddrüse zu tun haben. Kommen wir jedoch zum Kern der Sache…

Schilddrüse – Diagnose, Untersuchungen, Fehler und das richtige Vorgehen

Viele Menschen, darunter leider auch „Experten“, beurteilen den Zustand der Schilddrüse anhand des TSH-Werts (thyreotropes Hormon). Alles in Ordnung, wäre da nicht die Tatsache, dass man sich nicht selten ausschließlich auf den Wert genau dieses einen Hormons stützt. Vor allem muss man sich daran erinnern, dass TSH ein Hormon der Hypophyse und nicht der Schilddrüse ist. Nichtsdestotrotz bestehen zwischen diesen beiden Zentren viele Zusammenhänge. Unter anderem ist die Hypophyse ein Faktor, der die Schilddrüse zur Ausschüttung von FT4 und FT3 stimuliert. Sie fungiert als eine Art Signalgeber, dank dem die Schilddrüse weiß, welche Mengen an Hormonen sie produzieren soll. Sehr oft kommt es vor, dass man sich auf eine einfache Rechnung stützt. Nämlich: Zu hohes TSH bedeutet eine Schilddrüsenunterfunktion und zu niedriges warnt vor einer Überfunktion. In vielen Fällen haben wir es mit einer Unterfunktion zu tun, und nicht einmal ihr Ursprung wird bestimmt (ganz zu schweigen von strikt autoimmunologischen Zusammenhängen, z. B. Hashimoto-Thyreoiditis) – es wird einfach synthetisches T4-Hormon empfohlen, und das war's. Das wiederum führt zu einer weiteren Maskierung von Symptomen und Ursachen und zu einer erheblichen Erschwerung der gestellten Diagnose (ganz zu schweigen von anderen negativen Folgen). Auch der Lebensstil oder bestimmte Medikamente können den TSH-Spiegel selbst beeinflussen. Unzureichende Schlafmenge und -qualität, hohe Stressbelastung oder z. B. Antidepressiva – all das kann das Ergebnis verfälschen, und darüber wird nur selten gesprochen. Ein niedriges Arbeitstempo der Schilddrüse kann z. B. durch Probleme immunologischer Natur, Mangelzustände, übermäßige Wirkung von Toxinen, einen schlechten Zustand des Darms und der Darmflora, Probleme mit den Nebennieren oder auch Entzündungen verursacht werden. Letztere beeinflussen auch die Funktion der bereits erwähnten Hypophyse und damit ebenfalls TSH und den Spiegel der Schilddrüsenhormone. Es ist zu bedenken, dass auch andere Organe den Zustand unserer Drüse und die von ihr ausgeschütteten Hormone beeinflussen. Beispielsweise spielt die Darmflora eine äußerst wichtige Rolle bei der Aktivierung der Schilddrüsenhormone – eine wirksame Umwandlung ist dank der Verfügbarkeit von Darmenzymen möglich. Darüber hinaus findet der Prozess der Umwandlung von T4 in das aktive T3 nicht nur in der Schilddrüse statt. Mehr noch, er erfolgt größtenteils in den sogenannten peripheren Geweben, daher sollte man unter anderem gerade auf den Darm oder etwa auf den Zustand der Leber achten. Ja, auch diesmal lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf Probiotika und zumindest Colostrum oder Lactoferrin. Wenn euch die Gesundheit wichtig ist, müsst ihr das Thema ganzheitlich angehen und die richtige Ursache des Problems kennen, um dem Zustand entsprechende Schritte festzulegen. Danach bleiben nur noch Handeln, Kontrolle und Beobachtung, wie sich das Wohlbefinden sowie die körperliche und psychische Verfassung verbessern. Das Fundament sind solide Grundlagen!

Schilddrüse – welche Untersuchungen sollte man durchführen, um das Problem zu diagnostizieren?

Da ihr nun über die oben enthaltenen Informationen verfügt, wisst ihr, dass es sich nicht lohnt, sich nur auf den TSH-Wert zu stützen. Mehr noch: Der TSH- und auch der T4-Wert müssen ebenfalls nicht immer ausreichend und aussagekräftig sein. Man weiß: so viele Menschen, so viele verschiedene Probleme und Möglichkeiten. Andererseits sollten die richtigen Empfehlungen zur Durchführung von Schilddrüsenuntersuchungen unverändert bleiben. Um den Zustand unserer Drüse verlässlich zu beurteilen, sollte man Folgendes durchführen:
  • TSH,
  • Schilddrüsenultraschall,
  • Anti-TG- und Anti-TPO-Antikörper (Diagnose autoimmuner Ursachen, wie z. B. Hashimoto),
  • FT3,
  • FT4.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, Antikörper gegen TRAb zu untersuchen, was dabei hilft festzustellen, ob die Ursache autoimmun ist, und zwar im Hinblick auf Morbus Basedow. Zusammenfassend und im Grunde zum Abschluss des Themas: Eine gut funktionierende Schilddrüse beeinflusst viele Aspekte unseres Lebens. Man muss bedenken, dass der Organismus eine Einheit ist und verschiedene Systeme, Hormone usw. sich gegenseitig beeinflussen. Informationen zu Faktoren, die die Funktion der Drüse begünstigen, findet ihr HIER.
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