
RZS, also rheumatoide Arthritis, wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt. Charakteristisch sind chronische Entzündungen im Bereich der Gelenkinnenhäute (meist der kleineren – seltener betrifft sie größere Gelenke wie das Knie- oder Schultergelenk).
Die übliche Behandlung zielt darauf ab, eine Remission zu erreichen, indem die Symptome gelindert werden, die das tägliche Leben der erkrankten Person erheblich erschweren. Zudem ist eine Remission leider eher selten, und selbst bei einer aggressiven Therapie gibt es keine 100-prozentige Garantie.
Man muss bedenken, dass Autoimmunerkrankungen ein sehr schwieriger Gegner sind; daher sollten geeignete Maßnahmen durch Untersuchungen begleitet und mit einem Facharzt besprochen werden. Außerdem ist neben den üblichen Methoden auch eine Ernährungsumstellung, ein gesünderer Lebensstil sowie eine angemessene Supplementierung angezeigt.
Was ist RZS und wie äußert es sich?
Die rheumatoide Arthritis (RZS) ist eine chronische systemische Bindegewebserkrankung, deren Grundlage immunologische Probleme und Entzündungen sind. Die Entzündungen betreffen in der Regel kleine Gelenke – Finger, Handgelenke, Arme, Füße. Seltener betreffen sie größere Gelenke wie Hüften oder Knie, wenngleich das natürlich nicht ausgeschlossen ist.
Die Erkrankung geht mit Gelenkschwellungen, Schwellungen und Schmerzen einher. Charakteristisch für den Verlauf der RZS ist auch die morgendliche Steifigkeit, die freie Bewegungen unmöglich macht. Zusammen mit den Schmerzen und den genannten Schwellungen kann man sagen, dass man nach dem Aufwachen praktisch von den bisher üblichen Aktivitäten ausgeschlossen ist.
Außerdem verläuft die Krankheit schubweise, sodass die Symptome recht lange anhalten, plötzlich verschwinden und dann wieder zurückkehren können.
Was sind die Ursachen?
Es ist gut zu wissen, dass häufiger Personen erkranken können, die einen ungesunden Lebensstil führen, insbesondere Raucher (das Risiko kann selbst noch mehrere Jahre nach dem Aufgeben der Sucht erhöht bleiben).
Als einer der Krankheitsfaktoren gilt eine hohe Stressbelastung… Unter solchen Bedingungen kommt es zu einer verstärkten Produktion entzündlicher Zytokine, wie z. B. IL-6 oder IL-10. Außerdem steigt die Cortisolproduktion.
Nicht selten wird betont, dass Störungen der Bakterienflora und insbesondere ein durchlässiger Darm das Risiko für das Auftreten einer rheumatoiden Arthritis erheblich erhöhen können.
Auch der Ernährungsaspekt ist hier nicht ohne Bedeutung. Zumal heutzutage hochverarbeitete Lebensmittel praktisch an der Tagesordnung sind. Eine entzündungshemmende Ernährung bringt bei RZS sehr gute Ergebnisse, die sich zudem durch nährstoffreiche, also möglichst wenig verarbeitete Produkte auszeichnen sollte. Daher ist in ernährungsbezogener Hinsicht Folgendes wichtig:
- die Eliminierung hochverarbeiteter Produkte,
- der Fokus auf nährstoffreichen Produkten,
- die Einführung von Produkten, die den Abbau von Entzündungen fördern,
- eine Erhöhung des Anteils an Vitaminen (z. B. Vitamine E, C, D3) und Mineralstoffen (z. B. Zink, Magnesium, Selen),
- die Einführung einer größeren Menge an Antioxidantienquellen,
- die Eliminierung von Transfetten aus der Ernährung,
- die Sicherstellung einer höheren Aufnahme von EPA- und DHA-Fettsäuren (Omega-3),
- die Eliminierung raffinierter Kohlenhydrate,
- die Einführung natürlicher Kollagenquellen (z. B. Knochenbrühen).
Zu einem ungesunden Lebensstil zählen wir auch eine unzureichende psycho-physische Regeneration,
Schlafmangel sowie Störungen des zirkadianen Rhythmus.
Wer befindet sich vor allem in der Risikogruppe?
Die Statistik sagt, dass RZS Frauen wesentlich häufiger betrifft als Männer. Genauer gesagt geben viele Quellen an, dass Frauen bis zu dreimal häufiger erkranken, was im Hinblick auf das Risiko einen wirklich großen Unterschied macht.
Es ist bekannt, dass bei autoimmunen Problemen die Informationen zur Krankheitsgeschichte der Familienmitglieder wichtig sind. Einen genetischen Faktor kann man nicht ausschließen, allerdings ist er nicht das einzige Element, das das Risiko für das Auftreten von RZS beeinflusst. Als interessante Information sollte man wissen, dass Fachleute bei den die Krankheit kennzeichnenden Symptomen eine genetische Untersuchung auf das HLA-DQ2- und HLA-DQ8-Profil anordnen können. Warum? Wissenschaftler bestätigen, dass ein Zusammenhang zwischen Zöliakie und rheumatoider Arthritis besteht, daher ist eine solche Untersuchung ein geeigneter Schritt, um die Natur des Problems besser zu bestimmen.
Bei vielen Personen mit RZS wurden Antikörper gegen Gliadin und/oder Transglutaminase beobachtet. Außerdem ist Gluten ein bekannter Auslöser von Entzündungen. Es besteht also die Möglichkeit, dass ein übermäßiger Verzehr von glutenhaltigen Produkten sowohl das Auftreten erhöhen als auch den Krankheitsverlauf verschlimmern kann.
Diagnostik von RZS
Bei dem Auftreten von für die rheumatoide Arthritis typischen Symptomen veranlasst der Facharzt Untersuchungen, um die Natur des Problems zu bestätigen. Zum grundlegenden Paket, das auf RZS ausgerichtet ist, gehören:
- Rheumafaktor (RF),
- ANA-Antikörper,
- relativ häufig wird auch eine Anti-CCP-Untersuchung angeordnet,
- Entzündungsmarker (z. B. CRP oder BSG).
Experten schlagen vor, den Spiegel proinflammatorischer Zytokine zu überprüfen – vor allem, wenn die Ergebnisse der übrigen Tests keine eindeutige Diagnose zuließen. Außerdem kann der Zytokinspiegel ein guter Hinweis darauf sein, dass sich das Problem in Zukunft stärker entwickeln könnte. Er weist auf die Möglichkeit von Störungen der Funktion des Immunsystems hin und warnt frühzeitig vor potenziellen Problemen in diesem Bereich.