
Phosphatidylserin ist eines der Nahrungsergänzungsmittel, die eine Antwort auf die wissenschaftliche Suche nach Möglichkeiten zur Senkung von Cortisol darstellen. Zudem zeichnet es sich durch eine hohe Wirksamkeit aus, was sicherlich Menschen freuen dürfte, die verschiedene Sportdisziplinen ausüben, und diejenigen, die mit hormonellen Problemen zu kämpfen haben.
Stress und Cortisol
Stress ist ein täglicher Begleiter unseres Lebens. Natürlich gibt es verschiedene Arten davon und er kann positive Funktionen erfüllen. Dennoch wirkt er sich in den meisten Fällen zum Nachteil des Körpers aus. Sein Spiegel steigt als Reaktion auf Stressoren, also Stressreize, an. Er steht in Verbindung mit Cortisol (dem katabol wirkenden Stresshormon), das vor allem von Sportlern in Figurdisziplinen verabscheut wird.
Natürlich verfügt der Organismus über die Fähigkeit zur Anpassung, doch diese kann nachlassen, z. B. bei starken und regelmäßig auftretenden Stressreizen. Das ist insbesondere unter Sportlern häufig, die sehr extrem trainieren und den Körper an seine Grenzen bringen. Entgegen dem Anschein ist das kein seltenes Phänomen. Daher kann auch extreme, übermäßig intensive Anstrengung eine große Stressdosis darstellen, was zu einer Verringerung der Aktivität des Immunsystems und der allgemeinen Widerstandskraft führt.
Es ist erwähnenswert, dass starker Stress die Aktivität des sympathischen Nervensystems stimuliert. Zwangsläufig ist dies mit einem Zustand maximaler Mobilisierung und einem anhaltend erhöhten Cortisolspiegel verbunden. Dies wiederum steht unter anderem mit einem erhöhten Risiko für
Insulinresistenz oder deren Verschlimmerung. Ein hoher Cortisolspiegel sowie die Insulinresistenz selbst erschweren die Fettverbrennung, fördern deren Einlagerung und begünstigen den Katabolismus, wodurch die Fähigkeit zum Aufbau von Muskelmasse eingeschränkt wird.
Große Stressmengen führen auch zu einem niedrigeren Serotoninspiegel, der als Glückshormon bezeichnet wird. Außerdem wird ein Energiemangel spürbar, den unter anderem das Gehirn für ein reibungsloses Funktionieren benötigt. Unter solchen Bedingungen werden Energiereserven, Vitamine und Mineralstoffe schneller verbraucht. Es ist zu erwähnen, dass infolge großer Stressmengen nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Nervensystem und das Hormonsystem belastet werden.
Man kann ohne Weiteres sagen, dass Stress und damit auch ein erhöhter Cortisolspiegel sich zum Nachteil der Muskulatur, der Gehirnfunktion und der Funktion der Körpersysteme auswirken. Das sind natürlich nur Beispiele, und in erster Linie sollte die Ursache des Problems festgestellt werden, um die richtigen Schritte zur Verbesserung des eigenen Zustands zu unternehmen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Wissenschaft nicht ohne Grund nach wirksamen Mitteln zur Senkung des genannten Hormons gesucht hat.
Phosphatidylserin gegen Stress und Cortisol
Eine Lösung scheint Phosphatidylserin zu sein, das laut Studien in der Lage ist, das Stresshormon im Durchschnitt sogar um bis zu 30 % zu senken. Das Supplement wird immer beliebter, besonders dann, wenn ein physischer Stressreiz, z. B. extreme Anstrengung, für den erhöhten Cortisolspiegel verantwortlich ist.
Tatsache ist, dass ein moderater, kontrollierter Anstieg des Hormons in der Zeit nach dem Training ein natürlicher und durchaus wünschenswerter Vorgang ist. Wenn man sich jedoch zu stark belastet oder unter übermäßigem, alltäglichem Stress leidet, ist der Cortisolanstieg bei solchen Personen zu hoch und wird sogar schädlich.

Dies begrenzt natürlich unter anderem die sportlichen Ergebnisse, da es den Abbau von Muskelgewebe fördert und die Einlagerung von Fettgewebe begünstigt. Man muss bedenken, dass Cortisol in optimalen Mengen positive Funktionen erfüllt und man es mit seiner Senkung nicht übertreiben sollte.
Studien bestätigen, dass Phosphatidylserin, in den richtigen Dosen angewendet, auf die rechte Gehirnhälfte einwirken und die Aktivität der Beta-1-Wellen verringern kann, was zu einer erhöhten Stresstoleranz und einer beruhigenden Wirkung führt.
Interessanterweise wurde bei trainierenden Personen, die 600 mg des Mittels 10 Tage lang einnahmen, ein deutlicher Rückgang des Cortisols festgestellt – um ganze 39 % im Vergleich zur Gruppe, die ein Placebo erhielt. Wichtig ist, dass die Ergebnisse recht sorgfältig betrachtet wurden, da die Hormonkonzentration während der Belastung sowie rund ums Training überprüft wurde. Auch das Verhältnis von Cortisol zu Testosteron verbesserte sich, was insbesondere Sportler aus Kraft- und Figurdisziplinen freuen dürfte.
Als Kuriosum sei erwähnt, dass geringere Dosen von Phosphatidylserin möglicherweise nicht so gute Ergebnisse in Bezug auf den Cortisolspiegel lieferten, allerdings können sie bei längerer Supplementierung psychischen Stress reduzieren und sich günstig auf kognitive Funktionen auswirken.
Phosphatidylserin ist eines der interessanteren, wirksameren und nützlicheren Mittel, von denen Profisportler, Freizeitsportler, Menschen, die an ihrer Figur arbeiten, sowie Personen, die im Alltag starkem Stress ausgesetzt sind, profitieren können.