Paleo-Diät - worin besteht sie?

Paleo-Diät - worin besteht sie?Die Paleo-Diät, also die sogenannte Ernährung des Urmenschen, ist ein beliebtes System, das auf gesunden, unverarbeiteten Lebensmitteln basiert und ein Gleichgewicht zwischen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln wahrt. Eine entsprechend zusammengestellte Paleo-Diät kann den Gesundheitszustand verbessern und zudem ein nützliches präventives bzw. gesundheitsförderndes Instrument sein. Experten betonen, dass sie sich bei der Anwendung von Protokollen erfolgreich als Ernährungsmodell für Menschen mit Autoimmunerkrankungen sowie mit Magen-Darm-Problemen bewähren kann. Das ist ein klarer Vorteil, denn nicht jede Diät ist gut für den Darm und bei Problemen mit dem Immunsystem. Das sind natürlich Beispiele dafür, dass sich die Paleo-Diät auch in wirklich schwierigen Fällen bewähren kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ausschließlich an die genannten Personengruppen gerichtet ist. Sie wird für fast jeden, der auf seine Gesundheit achten möchte, eine gute Option sein. Zumal sie recht flexibel ist und man mit dem entsprechenden Wissen auf einfache Weise Anpassungen entsprechend den Bedürfnissen vornehmen kann. Zusammenfassend zählen sowohl die Paleo-Diät als auch die Samurai-Diät zu den gesündesten Ernährungssystemen.

Paleo-Diät – was ist das und worin besteht sie?

Die Paleo-Diät wird oft Urmenschen-Diät genannt. Natürlich ist das nicht ganz so, denn wir leben in ganz anderen Zeiten, und die Ernährung unserer Vorfahren war auch nicht völlig gesund. Gemeint sind gesunde, möglichst natürliche und möglichst wenig verarbeitete Produkte. Zum Beispiel ist Fleisch zum Verzehr geeignet, aber nicht unbedingt Wurst, Pastete oder Aufschnitt. Es gibt jedoch verschiedene Ansätze zu diesem System. Im Grunde schließen wir bei Paleo Produkte aus, die die Urmenschen nicht verzehrt haben, weil sie z. B. keinen Zugang dazu hatten. Das Modell ähnelt der Ernährung der Vorfahren, allerdings angepasst an die heutigen Zeiten und Bedingungen. Ein gutes Beispiel sind Eier, die vor langer Zeit sicher nicht so verbreitet waren wie heute. Deshalb essen wir sie nicht jeden Tag. Zumal dies in dieser Form mit Unverträglichkeiten oder allergischen Komplikationen. Natürlich gibt es auch modernere Varianten des Systems, die Milchprodukte, Samen, Kerne und Nüsse zulassen, zu denen die Urmenschen wohl keinen regelmäßigen Zugang hatten. Dagegen sieht die grundlegende, reine und klassische Paleo-Diät den Verzicht auf Milchprodukte vor, nicht zuletzt wegen des problematischen Kaseins und der Laktose (Milchzucker). Der regelmäßige Verzehr kann Entzündungen verstärken und unseren Darm reizen. In einer restriktiven Variante ist die Paleo-Diät eigentlich ein Lebensstil und nicht nur ein Ernährungssystem. Was ich interessant und zugleich positiv finde, ist, dass es hier keine Verschwendung gibt. Genauer gesagt kann fast jeder Teil des Tieres zum Nutzen des Körpers verwendet werden. Knochen, verschiedene Fleischstücke, Innereien usw. Übrigens sind Innereien, die von Zeit zu Zeit gegessen werden, eine hervorragende Ergänzung an Vitaminen sowie an erwünschten Fettsäuren. Falls ihr euch das fragt: Knochen zusammen mit Fleisch können eine hervorragende Grundlage für Suppen sein (z. B. für Brühe, die sogenannte „Kraftsuppe“). Natürlich umfasst das Ernährungsmodell nicht nur Fleisch und Fette, die für Körper und Geist unerlässlich sind. Neben tierischen Produkten verzehren wir auch pflanzliche, also Obst und Gemüse. Besonders geschätzt werden grüne Gemüse. Es ist bekannt, dass ein Teil der Produkte saisonal verfügbar ist und es schwierig ist, an die natürlicheren zu kommen. Dann sind Innereien, reich an wertvollen Nährstoffen, sowie fermentierte Produkte eine gute Option. Es ist jedoch wichtig, daran zu denken, dass wir Obst in Maßen verzehren, wegen der Fruktose, die Probleme verursachen kann. Das Gleichgewicht zwischen beiden sollte gewahrt bleiben. Als kleine Anmerkung möchte ich erwähnen, dass das in Pflanzen enthaltene Chlorophyll dem Darm zugutekommt. Experten sind der Ansicht, dass Chlorophyll aufgrund seiner Sauerstofftransport-Eigenschaften eine gute Unterstützung für einige nützliche Darmbakterien ist. Die restriktivere Variante von Paleo sieht den Verzehr natürlicher Produkte in roher Form vor, also Tatar, rohe Eier oder z. B. Sashimi. Man muss jedoch bedenken, dass sich der Körper an eine solche Ernährung gewöhnen und eine gewisse Widerstandskraft entwickeln muss, und es kann sich als problematisch erweisen … Es besteht unter anderem das Risiko von Parasiten. Auch nicht jeder kommt mit einem solchen Ernährungsmodell gut zurecht. Die rohe Form umfasst zusätzlich Gemüse, Obst und darunter auch Quellen von Fettsäuren (Kokos, Avocado, Oliven). Von Paleo leitet sich die Samurai-Diät ab, die z. B. um glutenfreie Getreidebreie erweitert wurde. Auch der Anteil an Kohlenhydraten ist dort nicht so hoch, und ihre Wirksamkeit hängt zudem mit körperlicher Aktivität zusammen. Mehr Informationen über den „Samurai“ könnt ihr in einem separaten Artikel lesen.

Paleo-Diät - was essen wir nicht?

  • die bereits erwähnten Milchprodukte,
  • hochverarbeitete Produkte,
  • frittierte Produkte,
  • pflanzliche Fette (außer Kokos-, Avocado- und Olivenöl),
  • insbesondere Maisöl, Sesamöl, Erdnussöl,
  • Hülsenfrüchte (insbesondere wegen schädlicher Lektine, die den Darm reizen und zu Entzündungen beitragen),
  • Getreide und Getreideprodukte (Gluten, glutenähnliche Proteine und Phytinsäure).

Paleo-Diät

Am besten ist es, wenn möglich, zu biologischen Produkten aus natürlicher Erzeugung zu greifen. Bei Paleo haben wir keine Angst vor Fetten, da der Körper sowohl ungesättigte als auch gesättigte Fette braucht – es kommt auf die Auswahl geeigneter Quellen für Fettsäuren an. Bei rohen Lebensmitteln sollten die Produkte aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Was die Kombination von Lebensmitteln betrifft, gilt:
  • Fleisch + Gemüse,
  • Fleisch + fermentierte Lebensmittel,
  • Obst isst man am besten für sich allein (wir essen nur Obst).
Natürlich kann man das Ernährungssystem je nach Bedarf anpassen und dabei die Grundsätze beibehalten. So kann man eine Paleo-Variante schaffen, die weniger Kohlenhydrate als die klassische enthält. Auch wiegt nicht jeder die Lebensmittel ab und zählt Kalorien, aber verboten ist das nicht. Wir wünschen Gesundheit!
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