Natürliche Wege gegen Erkältung und Grippe

Die Herbst- und Winterzeit ist eine regelrechte Plage von Erkältungen und Grippe. Draußen wird es immer kälter, und das sind wiederum ideale Bedingungen für Bakterien und Viren. Vorbeugung ist natürlich Vorbeugung, aber trotzdem – besonders in dieser Zeit - passiert es, dass uns irgendeine Krankheit erwischt. Nicht jeder hat eine gut gefüllte Hausapotheke und nicht jedes „Mittel“ wirkt zum Vorteil des allgemein verstandenen Gesundheitszustands. Deshalb lohnt es sich, die natürlichen und, was wichtig ist, wirksamen Methoden zur Bekämpfung von Erkältung und Grippe im Hinterkopf zu behalten.
Vitamin C
Selbst bei einer spärlich ausgestatteten Hausapotheke ist Vitamin C etwas, das wohl jeder zu Hause hat. Nicht ohne Grund gilt es als eines der grundlegenden Mittel gegen Grippe und Erkältung. Es ist ein starkes Antioxidans und reduziert den Gehalt an schädlichen freien Radikalen deutlich, während es zugleich der Gesundheit förderlich ist. Experten bestätigen, dass die richtige Einnahme die Dauer einer Erkältung verkürzt und auch das Risiko ihres Auftretens senkt. Es wurde nachgewiesen, dass es zytotoxische Lymphozyten und NK-Zellen aktiviert, und diese „nehmen“ wiederum krankheitserregende Mikroorganismen auf, was zu deren Verdauung und damit Eliminierung führt. Am besten greift man zu Vitamin C aus natürlichen Quellen (z. B. Acerola und Hagebutte) in Begleitung von Bioflavonoiden (z. B. Sanddorn). Eine recht beliebte und zugleich von Experten oft empfohlene Praxis ist die Gabe alle 3-4 h in einer Tagesdosis von 2 g bis 5 g – an dem Tag, an dem wir spüren, dass uns eine Erkältung erwischt.
Brühe, also die sogenannte Kraftsuppe
Brühe ist eines der am häufigsten verwendeten Hausmittel gegen Erkältung. Natürlich geht es nicht um eine Suppe, die auf der Grundlage der beliebten (leider) Brühwürfel zubereitet wird, sondern um eine echte, natürliche Knochenbrühe mit frischem Gemüse. Am besten kocht man sie aus Fleisch und Knochen, und zusätzlich kommen klassisches Suppengemüse, Knoblauch und Zwiebeln in den Topf. Auch eine Prise Kurkuma und Pfeffer schadet nicht. Eine solche Brühe ist eine wahre Bombe an Spurenelementen und Aminosäuren, die zur Bekämpfung der Erkältung notwendig sind und die Arbeit des Immunsystems unterstützen. Umso mehr, als der Bedarf an Vitaminen und anderen Nährstoffen im Krankheitsfall deutlich steigt.
Bei Erkältung und Grippe empfohlene Nahrungsergänzungsmittel
Flüssigkeitszufuhr
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig bei Fieber, das die Grippe oder Erkältung begleitet. Dann verbraucht und scheidet der Körper vermehrt Flüssigkeit aus. Fieber ist ein natürliches Phänomen, wenn es jedoch zu hoch ist, kann es gefährlich werden. Wasser zu trinken unterstützt nicht nur die Abwehr unseres Körpers, sondern beugt auch einer Dehydrierung vor. Es lohnt sich, Aufgüsse mit Ingwer und Nelken zuzubereiten. Besonders Ingwer zeichnet sich durch ein breites Spektrum wohltuender Eigenschaften aus. Er eignet sich sowohl bei Erkältungen (Fieber, Schnupfen) als auch bei Magenproblemen. Er ist eine hervorragende Ergänzung zu Tees oder Kräutermischungen in Form von Aufgüssen.
Omega-3: entzündungshemmend
Der Verzehr von fettreichen Meeresfischen kann sich aufgrund ihres Gehalts an gesunden Fettsäuren aus der Omega-3-Gruppe (insbesondere EPA und DHA) als gute Idee erweisen. Diese wiederum unterstützen die Immunität und wirken entzündungshemmend, was bei Grippe / Erkältung ebenfalls äußerst hilfreich ist. Angesichts immer häufiger auftretender Hinweise auf die Belastung von Fischen kann man, wenn man sich der Herkunft nicht sicher ist, eine Supplementierung mit Omega-3 in Betracht ziehen.
Schwarzer Holunder – genau das Richtige bei Erkältung
Der Schwarze Holunder ist eine leider stark unterschätzte Pflanze. Warum leider? Nun, seine Extrakte sind eine wahre Fundgrube natürlicher Inhaltsstoffe, die besonders Menschen mit geschwächter Immunität zugutekommen, die mit Grippe oder Erkältung zu kämpfen haben. Darüber hinaus zeichnen sich die darin enthaltenen Bestandteile durch antioxidative, entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Wirkung aus. Abgesehen davon, dass er reich an Vitamin C ist, sollte man daran denken, dass es am besten in Begleitung von Bioflavonoiden eingenommen wird, in denen er de facto ebenfalls reich ist. Als interessante Anmerkung kann man hinzufügen, dass Experten davon ausgehen, dass die darin enthaltenen Bestandteile das Schwitzen während des Fiebers verstärken können und zusätzlich immunmodulierend wirken.
Körperliche Aktivität ist gut für alles
Man sagt, Sport sei gesund. Daran ist viel Wahres, sofern man an die Belastung mit Bedacht herangeht und die eigenen Möglichkeiten berücksichtigt. Außerdem muss man nicht gleich Sportler sein, um von Bewegung zu profitieren. Es wurde nachgewiesen, dass körperliche Aktivität, sofern sie mit moderater Intensität ausgeübt wird, die Immunabwehr des Körpers unterstützt. Eine regelmäßig zugeführte Portion moderater Bewegung kann sowohl die Anzahl als auch die Aktivität der Makrophagen erhöhen, die eines der Schlüsselelemente der ersten Verteidigungslinie unserer Immunabwehr darstellen. Darüber hinaus wirkt sie sich auch auf die Verbesserung der Aktivität der Th-Lymphozyten (Helferzellen) aus, die zur zweiten Verteidigungslinie gehören. Die Einführung moderater Aktivität wird besonders im Rahmen vorbeugender Maßnahmen wichtig sein, die das Erkrankungsrisiko senken.
Die richtige Ernährung ist die Grundlage
- Ein Standardtipp: Zunächst vermeiden wir hochverarbeitete Lebensmittel und orientieren uns an möglichst natürlichen und nährstoffreichen Produkten.
- Die Ergänzung durch Quellen gesunder Fette ist sehr zu empfehlen.
- Es lohnt sich, auf Kokosöl zu achten, das antiviral und antibakteriell wirkt.
- Apfelessig ist nicht nur wegen der Verdauung eine gute Idee, sondern auch aufgrund seiner antiseptischen und antibakteriellen Wirkung.
- Wir reduzieren Zucker in der Ernährung, besonders wenn sein Anteil hoch ist. In zu großen Mengen beeinträchtigt er die Wirkung von Vitamin C und Makrophagen, deren Aufgabe die Eliminierung krankheitserregender Mikroorganismen ist.
Knoblauch – seit Jahrhunderten ein Hausmittel
Knoblauch war in verschiedenen Formen einst ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Küche und außerdem der Hausapotheke. Nicht ohne Grund empfahlen unsere Großmütter bei jeder Grippe oder Erkältung Knoblauchsirup oder einen Aufguss. Er gilt als natürliches Antibiotikum von außergewöhnlicher gesundheitsfördernder Kraft. Untersuchungen bestätigen, dass er stark antibakteriell und antiviral wirkt und zugleich verschiedenen Arten von Infektionen vorbeugt und sie bekämpft.
Kräuter – die Kraft der Natur
- Kamille: hemmt das Wachstum mancher Pilze und Bakterien und wirkt außerdem entzündungshemmend sowie antioxidativ,
- Minze: wirkt gegen Mikroorganismen,
- Thymian: wirkt antibakteriell und antiviral,
- Himbeerblätter und Früchte des Schwarzen Holunders: wirken stärkend und schweißtreibend,
- Aronia: reich an Vitamin C und entzündungshemmenden Phenolsäuren,
- Baikal-Helmkraut: wirkt entzündungshemmend und antiviral,
- Oregano: stärkt die Abwehrkräfte, unterstützt die Bekämpfung von Bakterien, Viren, Pilzen und Entzündungen.
Inhalationen – eine alte und wirksame Methode
Dampfinhalationen sind eine seit Jahrhunderten bekannte und keineswegs weniger wirksame Methode. Es genügt, bestimmte Kräuter vorzubereiten oder fertige Mischungen zu besorgen, Wasser in einem Topf aufzukochen, den Kopf darüber zu halten und ihn mit einem Handtuch abzudecken, damit der Dampf nicht entweicht. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, lohnt es sich, einige der oben genannten Kräuter zu verwenden, z. B. Oregano, Kamille oder Thymian.