
Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Abwehrkräfte? Nun, man sagt, dass die Herbst- und Winterzeit Erkältungen, Grippe und ein schlechteres Befinden begünstigt.
Darüber lässt sich nicht streiten, wenngleich nicht gesagt ist, dass wir uns nicht auch im Frühling oder Sommer irgendeine Krankheit einfangen. Außerdem
eine hohe Widerstandskraft ist nichts, was sich von jetzt auf gleich erreichen lässt. Sie bildet sich fortlaufend, das ganze Jahr über.
Nahrungsergänzungsmittel – Unterstützung der Abwehrkräfte
Der Aufbau der Abwehrkräfte ist ein komplexer Prozess, bei dem Konsequenz und Umsicht gefragt sind. In erster Linie gilt es, die Grundlagen zu beachten, wie die Änderung der Ernährungsgewohnheiten,
ausreichende Schlafmenge und -qualität sowie
die Darmflora und die Darmbarriere.
Trotz allem werden Nahrungsergänzungsmittel eine hervorragende Ergänzung unserer Maßnahmen sein, die als Unterstützung der Abwehrkräfte dienen, das Immunsystem stimulieren können und optimale Bedingungen für seine Funktion schaffen. Wenn Sie nicht überzeugt sind, dann schauen Sie nach, welche Produkte und aus welchen Gründen es sich lohnt, sie im Blick zu behalten.
Probiotika als Unterstützung der Abwehrkräfte
Probiotika sind absolut grundlegend, wenn es um die Unterstützung der Abwehrkräfte geht, denn genau im Darm wird sie geformt. Vor allem wirken sie sich positiv auf die Darmflora aus, und diese hat einen weitreichenden Einfluss auf den Schutz vor Viren, krankheitserregenden Bakterien und anderen schädlichen Pathogenen. Der Darm hängt auch mit der Bildung des für Regeneration und Schlafqualität wichtigen Neurotransmitters GABA zusammen. Die Folge kann eine bessere Beruhigung des Organismus nach einem ganzen Arbeitstag sowie eine wirksamere psychophysische Regeneration sein. Wichtig ist auch, dass das Schlafhormon, also
Melatonin, eine immunregulatorische Wirkung zeigt.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Darm an der Bildung von Vitamin D und Vitamin K beteiligt ist, die für unser Immunsystem nicht ohne Bedeutung sind. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sich dort das GALT-Gewebe befindet, das immunologische Funktionen im Zusammenhang mit dem Verdauungssystem erfüllt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Vor allem sollte man die Mikroflora und die Intaktheit der Darmbarriere beachten, um die bestmöglichen immunologischen Vorteile zu erzielen.
Butyrate als Unterstützung der Abwehrkräfte
Butyrate, von denen das bekannteste
Natriumbutyrat ist, sind eine hervorragende Ergänzung einer Therapie zur Verbesserung der Darmfunktion, denn der Darm ist das Hauptzentrum der Abwehrkräfte. Sehr gute Ergebnisse bringt die Kombination mit Probiotika. Vor allem geht es um die Regeneration der Darmbarriere und die Erneuerung der Schleimhaut. Außerdem stellt es Brennstoff für Kolonozyten, also die Zellen des Darmepithels, dar. Es zeigt auch eine entzündungshemmende Wirkung, die den gesamten Organismus betrifft. Die Supplementierung mit Natriumbutyrat ist für die gesamte epitheliale Struktur des Verdauungssystems äußerst vorteilhaft.
Vitamin D3 als Unterstützung der Abwehrkräfte
Vitamin D3 hat nicht ohne Grund den Status eines Schlüsselstoffs erlangt, wenn es um antibakteriellen und antiviralen Schutz geht. Seine Rezeptoren (VDR-Rezeptoren) befinden sich gerade in Immunzellen. Es beeinflusst die Aktivität bestimmter Gene des Körpers, die mit der Funktion des Immunsystems verbunden sind.
Dieser Bestandteil gilt als immunstimulierend, was sich in einem wirksameren Schutz vor krankheitserregenden Pathogenen niederschlägt. Im Grunde stimuliert er die Bildung spezieller Proteine, die schädliche Faktoren bekämpfen, und erhöht zusätzlich die Anzahl der T-Lymphozyten, die z. B. vor Virusinfektionen schützen.
Beobachtungen zufolge begünstigt ein Mangel an Vitamin D3 unter anderem Autoimmunerkrankungen. Wie man sieht, lohnt es sich, auf einen angemessenen Spiegel zu achten. Umso mehr, als bei einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung ein Mangel an diesem Bestandteil festgestellt wird oder sich die Werte im unteren Grenzbereich befinden. Übrigens lässt sich D3 sehr gut mit
Vitamin K2.
Colostrum – Unterstützung der Abwehrkräfte
Um das Ziel besser und schneller zu erreichen, sollte die Supplementierung mit Probiotika und Butyraten gut durch Colostrum ergänzt werden. Es ist eine Quelle wohltuender Enzyme, Antikörper und Verbindungen, die die Funktion der Darmbarriere und des gesamten Verdauungssystems beeinflussen. Es verringert das Risiko einer erhöhten Durchlässigkeit dieser Barriere und reguliert das im Darm angesiedelte GALT-System. Positiv ist auch, dass die in Colostrum enthaltenen Verbindungen die Eliminierung proinflammatorischer Zytokine unterstützen (es zeigt eine entzündungshemmende Wirkung) und krankheitserregender Pathogene.
Lactoferrin dient ebenfalls zur Unterstützung der Abwehrkräfte
Es ist eine für die Erstmilch von Säugetieren charakteristische Verbindung und zeigt immunstimulierende sowie immunmodulierende Eigenschaften. Einige Studien legen nahe, dass Lactoferrin die Zellwände schädlicher Bakterien beschädigt und zum Austreten des intrazellulären Inhalts führt. Außerdem schränkt es einigen Viren den Zugang zu den benötigten Rezeptoren ein und verhindert so ihr Eindringen in das Innere menschlicher Zellen.
Zusätzlich wirkt es hemmend auf die Replikation mancher Viren, die hauptsächlich für Grippe und Erkältung verantwortlich sind. Die Supplementierung damit verringert die durch Viren verursachten Symptome und hemmt die übermäßige Vermehrung der Hefepilze Candida albicans. In der Regel verwendet man entweder Colostrum oder Lactoferrin.
Vitamin B12
Vor allem geht es darum, den optimalen Spiegel aufrechtzuerhalten, da es sich günstig auf den Mechanismus der Zellteilung auswirkt. Genauer gesagt wirken sich seine Defizite negativ auf Zellen aus, die sich durch ein schnelles Teilungstempo auszeichnen. Dazu zählen gerade die Zellen des Immunsystems.
Zink
Zink ist eines der Schlüsselmikroelemente, wenn es um die Produktion und Funktion von Immunzellen geht, und ist zugleich an der Funktion des gesamten Systems beteiligt. Wichtig ist es auch für die Produktion von Antikörpern. Indirekt ist es also für die Immunantwort verantwortlich. Studien zeigen, dass eine Supplementierung mit Zink das Infektionsrisiko senkt und die Folgen einer Erkältung während ihres Verlaufs lindert. Interessant ist auch
die Kombination von Zink, Magnesium und Vitamin B6.
Adaptogene
Adaptogene wirken nicht nur auf die Konzentration; ihre Wirkung beschränkt sich nicht ausschließlich auf geistige Funktionen. Vor allem dienen sie als Unterstützung der Widerstandskraft des Organismus gegen Stress und mildern dessen mögliche Folgen. Das fördert die Immunfunktionen und senkt zugleich das Risiko einiger Krankheitsbilder.
Außerdem zeigen viele von ihnen (z. B. Gotu Kola oder Bacopa monnieri) eine gute entzündungshemmende, antibakterielle, antimykotische und antivirale Wirkung. Eine gute Idee ist auch, Ashwagandha einzubeziehen (oder ein Supplement, das sie mit anderen nützlichen Bestandteilen kombiniert), das man nicht nur zur Verbesserung der Trainingsergebnisse, sondern auch zur Regeneration oder wegen der erwähnten adaptogenen Eigenschaften nutzen kann.
Astragalus
Tragant, auch als Astragalus bekannt, hat dank seines hohen Gehalts an Isoflavonoiden einen guten Einfluss auf die Immunantwort des Organismus. Forscher betonen, dass die Verbindungen des Astragalus immunstimulierend wirken und zusätzlich die Produktion von Immunzellen verstärken. Er wird auch wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Vitamin C
In einer Zusammenstellung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung der Abwehrkräfte dürfte die beliebteste unter den Vitaminen –
Vitamin C. Studien bestätigen, dass regelmäßige und angemessene Dosen dazu beitragen können, die Dauer typischer Krankheiten wie einer Erkältung zu verkürzen. Es kann mit Lysin kombiniert werden, was keineswegs ungewöhnlich ist, vor allem bei Sportlern.