Melatonin und Sport

Melatonin und SportMelatonin, das als Schlafhormon bezeichnet wird, kann sich als Schlüsselelement bei der Arbeit an der Figur erweisen. Umso mehr, als der aktuelle Lebensstil vieler Menschen der Gesundheit nicht zuträglich ist, was den Muskelaufbau und die Verbrennung von gespeichertem Fett erheblich erschwert. Dasselbe gilt für die Verbesserung der körperlichen Parameter. Ihr wisst sicher, welche Rolle der Schlaf spielt und wie sich eine Verbesserung seiner Qualität auf das tägliche Leben auswirkt. Darüber hinaus erleichtert er in erheblichem Maß die Formung der Figur und die Regulierung des Körpergewichts. In diesem Zusammenhang kann sich Melatonin als unschätzbare Unterstützung erweisen, die ihr gerade braucht.

Melatonin – die Rolle im Sport und sein Einfluss auf die Figur

Beginnen wir damit, dass Melatonin ein Derivat von Tryptophan ist, das von einer kleinen endokrinen Drüse, der Zirbeldrüse, gebildet wird. Die Produktion und die Menge des Hormons sind von großer Bedeutung, wenn es um die Koordinierung und Regulierung des Tag-Nacht-Rhythmus geht. Das hat auch einen erheblichen Einfluss auf die psychophysische Regeneration und damit auf die sportlichen Ergebnisse (einschließlich der Verwirklichung von Figurzielen). Von einer Supplementierung profitieren Personen mit Einschlafproblemen, Schichtarbeitende und diejenigen, die sich bessere Bedingungen für den Muskelaufbau sowie die Fettverbrennung schaffen möchten. Melatonin verbessert vor allem die Schlafqualität und beeinflusst dessen Tiefe, wodurch eine bessere Erholung des Organismus ermöglicht wird. Nicht ohne Grund hieß es, dass die Muskeln hauptsächlich nachts wachsen – dann ist die Regeneration am intensivsten. Interessanterweise deuten Studien darauf hin, dass Melatonin einen Einfluss auf die Konzentration des anabolen Hormons, des insulinähnlichen Wachstumsfaktors (IGF-1), hat. Melatonin in Form eines Supplements kann sich günstig auf den zugehörigen Transkriptionsfaktor auswirken, der anschließend dazu führt, dass Gene Proteine produzieren. Der Zusammenhang mit Myosin und Kreatinkinase ist für die Muskulatur nicht ohne Bedeutung. Außerdem kann es auf bestimmte proteinbezogene Regulationsfaktoren einwirken, was indirekt zur Verbesserung des Regenerationsmechanismus beiträgt. Dabei geht es vor allem um die Aktivität von Satellitenzellen, die bei der Muskelregeneration eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Das führt zum Austausch und zur Entfernung nicht funktionsfähiger Bestandteile sowie zur Verdickung und Stärkung der Muskelfasern. Es ist erwähnenswert, dass Melatonin als Antagonist von Cortisol wirkt, also eines der von Sportlern am meisten gehassten Hormone. Cortisol, das Stresshormon genannt wird, weist starke katabole Eigenschaften auf, die zu einem verstärkten Abbau von Muskelfasern führen. Kurz gesagt: Es kommt zu einem Rückgang der Muskelmasse und zu einer Erschwerung ihres Aufbaus, wenn wir es nicht angemessen kontrollieren können. Den Berichten zufolge kann Melatonin seine Produktion in den Nebennieren verringern. Darüber hinaus führt ein zu hoher Cortisolspiegel dazu, dass wir deutlicher von der Wirkung anderer Hormone profitieren, etwa von dem bereits erwähnten Testosteron. Wichtig im Zusammenhang mit der Gesundheit und der Umsetzung von Gesundheits-, Figur- und Leistungszielen ist auch, dass oral verabreichtes Melatonin den Spiegel von Entzündungsmarkern senken kann. Studien, die unter anderem im Journal of Pineal Research veröffentlicht wurden, bestätigen auch seine antioxidative Wirkung und die Verringerung von oxidativem Stress. Wir wissen bereits, dass eine Supplementierung für die Muskeln von Vorteil ist. Was aber, wenn jemand ein Problem mit übermäßig eingelagertem Fettgewebe hat? Zum Glück haben sich die Forscher auch dieser Frage angenommen. Interessanterweise stellte sich heraus, dass Melatonin anders wirkt als typische Mittel zur Gewichtsreduktion. Genauer gesagt stimuliert es die sogenannte Bräunung des Fettgewebes. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass braunes Fettgewebe im Hinblick auf das Verbrennen vorteilhaft ist, während weißes das gespeicherte Fett ist und unser Gegner. Auch sein Einfluss auf den Energiestoffwechsel ist nicht zu verneinen. melatonina a senDie Studien von Amstrup belegen die Wirksamkeit von Melatonin bei seinem Einsatz zur Senkung des Körperfettanteils. Darüber hinaus wurde bei Frauen nach der Menopause nicht nur ein deutlicher Rückgang des gespeicherten Fetts, sondern auch ein Anstieg der Muskelmasse festgestellt. Außerdem stieg auch der Adiponektinspiegel. Melatonin gilt nicht nur als wichtige Hilfe in Bezug auf die Fettverbrennung selbst, sondern auch bei Maßnahmen zur Erhöhung der Insulinempfindlichkeit der Zellen (bei Insulinresistenz). Die Studien von Trionfante zeigten wiederum, dass Melatonin nicht nur vor dem Schlafengehen, sondern auch in der Vortrainingsphase für rein regenerative Zwecke eingesetzt werden kann. Genauer gesagt erhöhte vor dem Aerobic-Training eingenommenes Melatonin den prozentualen Anteil der aus Kohlenhydraten stammenden Energie. Vor dem Training eingenommen kann Melatonin bei Ausdauerdisziplinen die Oxidation von Fettsäuren verbessern, den für die Ergebnisse ungünstigen oxidativen Stress verringern und zu einer höheren Schonung der Energiereserven führen. Einige Quellen sprechen auch von der Möglichkeit, Ermüdung bei hochintensiven Trainingseinheiten zu begrenzen bzw. hinauszuzögern. Trotz allem wären meiner Meinung nach mehr sinnvolle Studien nötig, die das Potenzial von Melatonin in der Supplementierung vor dem Training bestätigen. Vor dem Schlafengehen kann ich es jedoch durchaus empfehlen, denn es kann tatsächlich die sportlichen Ergebnisse verbessern. Überzeugt euch selbst – besonders, wenn ihr im Schichtdienst arbeitet, eure Regeneration besser sein könnte und/oder ihr nicht genug schlaft.
pixelpixel