
Magnesium ist eines der Elemente, ohne die körperliche Anstrengung oder jegliche Bewegung nicht möglich wären.
Abgesehen vom gesundheitsfördernden Aspekt kann man es ruhig als ein Element des Sportlers bezeichnen, da sein Mangel die Leistungsfähigkeit in hohem Maße beeinträchtigt.
Magnesium – Einfluss und Rolle für sportliche Resultate
Über die Rolle von Magnesium für die Funktion des Körpers, die allgemeinen Vorteile einer Supplementierung, die gesundheitlichen Vorteile sowie die Folgen eines Mangels an diesem Element konntet ihr bereits im Blog lesen –
HIER. Man kann es ruhig als das Element des Sportlers bezeichnen, denn sein Mangel schränkt die Möglichkeit, Muskelmasse aufzubauen und körperliche Parameter wie Kraft zu verbessern, deutlich ein, und außerdem wirkt er sich ungünstig auf die Arbeit der Muskeln und des Nervensystems aus.
Hormone spielen sowohl im Sport als auch im Alltag eine erhebliche Rolle. Besonders wenn es um die Hormonspiegel, genauer gesagt um das Gleichgewicht zwischen bestimmten Hormonen mit anabolischem und katabolischem Potenzial, geht. Im Vordergrund stehen die sogenannten Androgene, die die Proteinsynthese und anabole Prozesse günstig beeinflussen, was zu einer Verbesserung der Muskulatur führt. Zusätzlich sinkt mit dem Alter der Spiegel der Sexualhormone. Magnesium wiederum fördert bei Männern die Aufrechterhaltung des hormonellen Gleichgewichts.
Außerdem unterstützt Magnesium, in den richtigen Mengen zugeführt, die Entspannung der Blutgefäße und verbessert so den Blutfluss zu den Muskeln.
Es ist erwähnenswert, dass der Gehalt dieses Elements im Körper in der Regel 20 mmol/kg fettfreier Körpermasse beträgt, während sich die größten Mengen in den Knochen, den Muskeln und den Weichgeweben befinden. Wenn wir die Belastungsfähigkeit betrachten, konzentrieren wir uns in erster Linie auf den Bewegungsapparat. Vor allem auf die arbeitenden Muskeln und das Nervensystem.
Im Muskelgewebe befinden sich etwa 27-30 % der gesamten Magnesiummenge. Man muss berücksichtigen, dass ein intensiverer Lebensstil auch mit einem höheren Verbrauch des Stoffes und damit mit einem höheren Bedarf verbunden ist. Wichtig ist, dass der Körper für den Aufbau eines Kilogramms Muskelmasse etwa 200 mg Magnesium verbraucht.
Eine weitere, nicht weniger wichtige Frage ist die Tatsache, dass dieses Element ein Schlüsselinhaltsstoff der Nukleotide unserer Nukleinsäuren ist, was auch dazu beiträgt, ihre Struktur aufrechtzuerhalten. Diese übernehmen unter anderem die Aufgabe, Informationen zu speichern und in gewisser Weise die Proteinsynthese zu steuern (einschließlich der Muskelproteine). Die Menge und Aktivität der in den Muskelzellen befindlichen Nukleotide beeinflussen die Effizienz der anabolen Prozesse.
Magnesium ist ein unverzichtbarer Bestandteil von cAMP, das unter anderem die Funktion eines Signalüberträgers zwischen anabolen Hormonen und den Zellen unserer Muskeln erfüllt. Es ist auch ein unentbehrlicher Bestandteil von UDP, das eine effiziente Glykogenbildung ermöglicht.
Hier sehen wir, dass es nicht ausschließlich um die Beteiligung des Elements im rein strukturellen Bereich geht, sondern auch im energetischen. Glykogen ist nichts anderes als ein Kohlenhydrat, das eine Art Energiespeicher darstellt. Außerdem könnte ohne die Anwesenheit von Magnesiumatomen weder die Produktion noch die Resynthese von ATP stattfinden, also des Energiemoleküls und Energieträgers. Das wirkt sich nicht nur auf die Energie, sondern auch auf die Regeneration aus.
Ein Mangel an diesem Element steht auch in Zusammenhang mit Zellschäden, oxidativem Stress sowie einer Einschränkung der Mitochondrienfunktion aufgrund seiner wichtigen Rolle für die Funktion der Telomerase. Eine effiziente ATP-Resynthese sorgt für eine angemessene Energieversorgung verschiedener Mechanismen und Prozesse, die im Körper ablaufen. Dazu gehören die Aktivität von Kinasen, die bestimmte Etappen der Proteinsynthese stimulieren, die Produktion von Nukleotiden oder auch das Auftreten von Muskelkontraktionen.
Magnesium wirkt auch antioxidativ und ist von nicht geringer Bedeutung, wenn es um die Nervenleitung geht. Es ist außerdem Bestandteil der kontraktilen Proteine der Muskelfasern. Es trägt zur optimalen Bildung und Freisetzung von Parathormon sowie Insulin bei. Darüber hinaus unterstützt es die Regeneration und den Blutzuckerspiegel des Körpers – seine ausreichende Menge wirkt sich positiv auf die anabolen Funktionen von Insulin und die Wirkung des GLUT-4-Rezeptors aus.
Das wiederum führt zu einer Verbesserung der Möglichkeiten, die Figur zu formen. Nicht nur beim Aufbau von Muskulatur und der körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch im Hinblick auf die Verringerung des Anteils an angesammeltem Fettgewebe. Denn
Insulinresistenz erschwert unsere Bemühungen in diesem Bereich erheblich, und Magnesium wirkt sich günstig auf die Insulinsensitivität der Zellen aus.
Natürlich bestätigen Studien, dass eine Supplementierung mit Magnesium und die Sicherstellung eines angemessenen Spiegels nach Belastung entzündliche Zustände reduziert, den Aufbau von Muskelmasse und Kraft unterstützt und die Glykämie fördert. Dem Mineralstoff werden auch ergogene Eigenschaften zugeschrieben. Wissenschaftler haben außerdem bestätigt, dass eine Supplementierung damit den Spiegel des katabolen Stresshormons Cortisol senken kann.
Es ist zu beachten, dass Vitamin D zwar die Aufnahme des Elements unterstützt, Magnesium selbst jedoch dessen Umwandlung in die aktive Form ermöglicht. Studien bestätigen wiederum, dass angemessene Mengen an Vitamin D3 unter anderem für den Aufbau von Muskelmasse und Muskelkraft wichtig sind. Ein großer Teil der Bevölkerung weist aus verschiedenen Gründen einen Mangel an diesem Vitamin auf – z. B. durch eine ungeeignete, hochverarbeitete Ernährung oder schon allein durch die Region, in der wir leben. Daher sollte man bei der Supplementierung mit Vitamin D3 auf einen angemessenen Magnesiumspiegel achten, da Vitamin D3 dessen Aufnahme durch den Körper zusätzlich verbessert.
Zusammenfassend: Wie hilft Magnesium im Sport?
- fördert die Produktion und Ausschüttung anaboler Hormone,
- senkt den Spiegel kataboler Hormone,
- unterstützt den Energiemechanismus,
- verbessert die Regeneration,
- stimuliert die Synthese von Muskelproteinen,
- fördert die Reduktion von Entzündungszuständen nach Belastung,
- verringert Zellschäden,
- verbessert die Insulinsensitivität,
- ermöglicht und optimiert den Ablauf von Muskelkontraktionen,
- verbessert die Funktion der Mitochondrien,
- trägt zur Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form bei.