Leaky-Gut-Syndrom

Leaky-Gut-SyndromDas Leaky-Gut-Syndrom ist ein Problem, das man nicht übersehen kann, wenn man über die Verbesserung der eigenen Gesundheit nachdenkt. Schon Hippokrates sagte: „Alle Krankheiten beginnen im Darm“, und wie man sieht, wusste er, wovon er sprach. Stellt euch vor, was passieren würde, wenn Bakterien in eine Umgebung gelangten, in der sie natürlicherweise nicht vorkommen? Und was ist mit Toxinen? Unter anderem gerät unser Immunsystem in Aufruhr, denn seine Aufgabe ist es, Eindringlinge zu beseitigen.

Leaky-Gut-Syndrom – was ist das?

Natürlich ist das Leaky-Gut-Syndrom nicht der einzige Name, auf den ihr gestoßen sein könntet. Löchriger, durchlässiger und undichter Darm sind Begriffe, die eine Erkrankung beschreiben, die mit einer Entzündung im Bereich der Darmschleimhaut verbunden ist. Dabei kommt es zu Schäden, die zu einer erhöhten Durchlässigkeit führen. In diesem Moment gelangen Bakterien, Pilze, Toxine, Nahrungsreste und große Proteinmoleküle in den Blutkreislauf. Die Folge davon ist eine verstärkte Reaktion des Immunsystems, dessen Ziel der Schutz des Körpers und damit die Beseitigung von „Fremdkörpern“ ist. Mit diesem Phänomen sind meist chronische, gesundheitsgefährdende Entzündungen verbunden. Welche Probleme begleiten Menschen mit Leaky-Gut-Syndrom?
  • Probleme mit dem Stuhlgang (Durchfall, Verstopfung),
  • Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen,
  • Reizdarmsyndrom,
  • Hautprobleme (z. B. Akne),
  • allgemeine Müdigkeit und Schwäche,
  • depressive Zustände

Leaky-Gut-Syndrom – woher kommt es?

Viele Menschen, darunter auch Fachleute, berücksichtigen so etwas wie das Leaky-Gut-Syndrom noch immer nicht. Das ist gewissermaßen nicht verwunderlich, da dieser Zustand recht schwer eindeutig zu diagnostizieren ist. Vor allem, weil er sich nicht nur mit Symptomen seitens des Verdauungssystems äußern muss. Außerdem beeinflussen sehr viele Faktoren die Durchlässigkeit des Darms:
  • eine mangelhafte, ungeeignete Ernährung, reich an Zucker, Getreide, Lektinen und hochverarbeiteten Produkten,
  • Candida-Überwucherung,
  • Störungen der Darmflora,
  • Antibiotika,
  • NSAR,
  • PPI,
  • übermäßige Entzündungen,
  • Aminosäuremängel (insbesondere an Glutamin und Glycin),
  • ein Übermaß an Omega-6,
  • Hormonstörungen,
  • Pilzinfektionen,
  • Parasiteninfektionen,
  • zu wenig Salzsäure,
  • ein Ungleichgewicht zwischen prooxidativen und antioxidativen Prozessen,
  • chronischer Stress,
  • Schilddrüsenunterfunktion,
  • Vitamin-D-Mangel.

Wie lässt sich das Leaky-Gut-Syndrom feststellen?

Im Jahr 2000 entdeckte eine Forschergruppe unter der Leitung von Fasano ein Molekül, das als Modulator der Durchlässigkeit der Zellen der Darmwand wirkt. Gemeint ist Zonulin, ein Protein der sogenannten Tight Junctions zwischen den Enterozyten. Es ist dafür verantwortlich, die Größe der Spalten zwischen den Zellen zu regulieren. Es beeinflusst daher den Durchtritt sowohl nützlicher Nährstoffe als auch schädlicher Verbindungen (z. B. Glutenpartikel). In diesem Fall ist ein Marker zur Bestimmung des Ausmaßes der Undichtigkeit ein Anstieg des Zonulinspiegels im Stuhl. Interessanterweise wurde ein erhöhter Zonulinspiegel auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes, Zöliakie, rheumatoider Arthritis und Autoimmunerkrankungen festgestellt. Erinnern Sie sich an Hippokrates' Worte? Genau, „alle Krankheiten beginnen im Darm“. Eine der standardmäßigen diagnostischen Untersuchungen ist der Mannitol- und Laktulosetest. Man nimmt ein Getränk zu sich, das aus beiden Bestandteilen besteht, und anschließend wird eine Urinuntersuchung (nach ca. 6 Stunden) durchgeführt, um ihre Werte zu bestimmen. Laktulose wird nur teilweise aufgenommen und weist größere Moleküle auf. Bei einer gesunden Person sollte in den Ergebnissen der untersuchten Urinprobe ein hoher Mannitol- und ein niedriger Laktulosewert zu sehen sein. Mit dieser Methode können wir feststellen, ob das Problem in der Durchlässigkeit (Leaky-Gut-Syndrom) oder in der Resorption liegt. kobieta mająca zespół cieknącego jelita

Leaky-Gut-Syndrom – wie geht man damit um?

Wie bereits erwähnt, können dem Leaky-Gut-Syndrom verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Daher muss die Behandlung passend zur Ursache des Problems gewählt werden. Denkt daran, dass man immer – soweit möglich – versuchen sollte, die Ursache des Problems zu beseitigen und nicht nur die Symptome. Ich gebe also kein fertiges Rezept, sondern nenne nur die Elemente, die den Darm unterstützen können, aber … der erste Schritt sollten immer Untersuchungen sein. Auf ihrer Grundlage legen wir die weiteren Maßnahmen fest. Es lohnt sich, die Verdauungsprozesse zu unterstützen, zum Beispiel durch die Einnahme von Apfelessig. Auch fermentierte Lebensmittel wirken in der Regel positiv, insbesondere in Kombination mit passend ausgewählten Probiotika. Anders kann es aussehen, wenn wir ein Histaminproblem haben. Eine gute Idee ist es, auf optimale Mengen an Glutamin, Glycin und Prolin zu achten. Wir reduzieren außerdem den Verzehr von Kohlenhydraten (insbesondere einfachen). Und Nahrungsergänzungsmittel? Nun, neben guten Probiotika, die sich günstig auf die Bakterienflora, lohnt sich Natriumbutyrat, das sich sowohl bei der Abdichtung des Darms als auch bei der Regeneration der Darmzotten gut bewährt. Einige Quellen empfehlen eine Supplementierung mit Glutamin aufgrund seiner wohltuenden Wirkung auf die Darmschleimhaut. Manchmal ist die Ergänzung mit Verdauungsenzymen oder Betain-HCl eine gute Option.
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