Entzündungshemmende Ernährung - worin besteht sie?

Entzündungshemmende Ernährung - worin besteht sie?Die entzündungshemmende Ernährung ist ein Weg, das Risiko für die Entstehung und Entwicklung vieler gefährlicher Krankheitsbilder zu verringern. Die Umsetzung von Elementen dieses Ernährungssystems kann sich in besseren Bedingungen nicht nur für den Erhalt der gesundheitlichen Verfassung, sondern auch für sportliche Ergebnisse oder eine effektivere Gewichtsabnahme niederschlagen.

Entzündungshemmende Ernährung – Grundlagen, also was ist eine Entzündung?

Entzündungen sind ein normales, natürliches Phänomen, das unter gewöhnlichen Umständen dem Immunsystem als Signal dient und eine wirksame Abwehr gegen Gefahren, einschließlich krankheitserregender Pathogene, ermöglicht. Dennoch ist das Entstehen übermäßiger, über lange Zeit anhaltender Entzündungen ein erhebliches Problem für die Gesundheit, das Wohlbefinden und das allgemeine Funktionieren des Organismus. Meist werden sie jedoch heruntergespielt, da wir sie nicht direkt mit konkreten Problemen / Erkrankungen in Verbindung bringen. Es gibt einen Unterschied zwischen einer kurzen Entzündung, die eine mobilisierende Funktion erfüllen kann, und einer langfristig anhaltenden, die destruktiv wirkt. Es ist gut zu wissen, dass gerade chronische Entzündungen die Grundlage für viele Probleme metabolischer und autoimmuner Natur bilden. Dazu zählen etwa die in der Ernährungslehre häufig thematisierte Hashimoto-Krankheit oder etwa Insulinresistenz – diese Erkrankungen haben eine entzündliche Grundlage. Sie stehen auch mit einer verminderten Immunabwehr in Verbindung. Besonders gilt das für Entzündungen des Darms, die sich negativ auf den gesamten Organismus auswirken. Natürlich gibt es viele Faktoren, die sie verstärken können und um die man sich nach Möglichkeit kümmern sollte. Zum Beispiel:
  • eine falsche Ernährung / Ernährungsweise, insbesondere reich an hochverarbeiteten Produkten,
  • Schlafmangel,
  • hohe tägliche Stressbelastung / chronischer Stress,
  • übermäßige körperliche Aktivität oder sehr geringe Aktivität,
  • Störungen der Bakterienflora,
  • einige Autoimmunerkrankungen,
  • Adipositas und Übergewicht,
  • Infektionen,
  • Suchtmittel.
Das sind natürlich nur Beispiele, die jedoch jeden von uns betreffen können – und vermutlich in den meisten Fällen auch betreffen – also auch dich. Wenn das so ist, dann ist die entzündungshemmende Ernährung bei gleichzeitiger Einschränkung und/oder dem Ausschluss der größten entzündungsfördernden Faktoren ein großer Schritt auf dem Weg zur Verbesserung des Gesundheitszustands und damit auch der Lebensqualität.

Entzündungshemmende Ernährung – worin besteht sie und wobei kann sie helfen?

Die entzündungshemmende Ernährung besteht im Grunde darin, auf nährstoffreichere Produkte umzusteigen, die eine reiche Quelle von Stoffen mit entzündungshemmender Wirkung darstellen. Selbstverständlich werden gleichzeitig Produkte mit entzündungsförderndem Charakter aus dem Speiseplan entfernt. Die Ernährung kann natürlich, und in vielen Fällen ist es angezeigt, durch Nahrungsergänzungsmittel unterstützt werden, die nicht selten neben den Zielwirkungen zusätzliche Vorteile bringen.

Was sollte insbesondere aus der Ernährung ausgeschlossen werden, um das beabsichtigte Ergebnis zu erzielen?

  • hochverarbeitete Produkte – man muss berücksichtigen, dass es sich dabei nicht nur um Fertigprodukte aus dem Laden handelt, sondern auch um Fast Food oder allerlei ausgefallene Süßigkeiten,
  • Produkte mit einem hohen Gehalt an Glukose-Fruktose-Sirup (sog. Maissirup),
  • Produkte mit hohem Gehalt an Transfetten,
  • Produkte mit einem hohen Gehalt an allergenen Inhaltsstoffen,
  • Zigaretten,
  • Alkohol.
Als einer der Hauptfaktoren für das Entstehen chronischer Entzündungen gilt ein Überschuss an aggressiven freien Sauerstoffradikalen, also im Grunde ein deutlicher Überhang prooxidativer Prozesse gegenüber antioxidativen. Aufgrund eines ungesunden Lebensstils und einer nährstoffarmen Ernährung ist der Organismus nicht in der Lage, ausreichende Mengen natürlicher Antioxidantien zu bilden (z. B. Glutathion oder SOD). Experten bestätigen, dass eine entzündungshemmende Ernährung Antioxidantien enthalten sollte, die den oxidativen Stress verringern, das Gleichgewicht wiederherstellen und die durch reaktive Sauerstoffradikale verursachten Schäden begrenzen und zugleich diese bekämpfen. Wichtig ist, dass nichtsteroidale Antirheumatika (sog. NSAR) ziemlich häufig verschrieben werden, und kaum jemand berücksichtigt die Tatsache, dass sie sich negativ auf den Zustand des Darms auswirken, der nicht ohne Bedeutung ist, wenn es nicht nur um die Immunität, sondern auch um die Entstehung von Entzündungen geht. Umso mehr, als bei einer gestörten Darmflora das Austreten sogenannter LPS-Endotoxine erfolgt, die wiederum einen Auslöser für die verstärkte Aktivität proentzündlicher Zytokine darstellen. Daher sollte man sich in erster Linie um die Darmflora und die Darmbarriere kümmern. Für die Umsetzung dieses Schritts sind Probiotika sowie z. B. Colostrum, Natriumbutyrat, fermentierte Produkte, „Eingelegtes“ hilfreich.

Welche Inhaltsstoffe, Verbindungen und Produkte sind bei der Bekämpfung von Entzündungen beachtenswert?

  • Lykopin aus Tomaten,
  • Resveratrol,
  • Apigenin (wir finden es u. a. in Petersilie),
  • Ingwer und Kurkuma,
  • Coenzym Q10,
  • gesunde Fettsäuren EPA und DHA.
  • Ballaststoffe,
  • eingelegtes Gemüse (z. B. Gurken),
  • Polyphenolquellen,
  • Quercetin.
Es sei erwähnt, dass Entzündungen sowohl die Grundlage als auch Begleiter von Autoimmunproblemen (z. B. Hashimoto-Krankheit) oder von Insulinresistenz und Diabetes sein können. Die entzündungshemmende Ernährung, gegebenenfalls ihre Elemente, kann sich in solchen Umständen als äußerst hilfreich erweisen. Außerdem ist ein chronischer Zustand auch im Hinblick auf sportliche Ergebnisse und die Arbeit an der Figur ungünstig.

Beachtenswerte Nahrungsergänzungsmittel, hilfreich bei der Beseitigung von Entzündungen und der Verringerung ihres Auftretensrisikos:

  • zur Verbesserung des Darmzustands und der Bakterienflora selbst: Probiotika, Colostrum / Lactoferrin, Natriumbutyrat,
  • Adaptogene, die die Stressresistenz erhöhen und häufig auch eine starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung haben,
  • Omega-3,
  • Vitamin D3 (am besten zusammen mit Vitamin K2 sowie A),
  • Vitamin C,
  • Q10,
  • Alpha-Liponsäure,
  • interessanterweise wird immer häufiger über das entzündungshemmende Potenzial von Chaga-Pilzen gesprochen, daher kann man sie, wenn man zusätzlich auch von ihren anderen wohltuenden Eigenschaften profitieren möchte, durchaus in die Supplementierung aufnehmen.
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