
Eisbaden ist schon seit Längerem nicht mehr nur eine winterliche Aktivität. Es wird auch im Rahmen einer Gesundheitstherapie oder Kur empfohlen, um die Schönheit zu pflegen. Man muss jedoch bedenken, dass man nicht einfach ins Wasser springen und auf positive Effekte hoffen kann.
Wie fängt man mit dem Eisbaden an?
Bevor Sie mit dem Eisbaden beginnen, sollten Sie zunächst einen Arzt aufsuchen und sich vergewissern, dass es keine Gegenanzeigen dafür gibt. Dann ist es ratsam, Untersuchungen durchzuführen, um Gefäßprobleme oder rein kardiologische Probleme auszuschließen. Außerdem wird eine so starke Exposition gegenüber niedrigen Temperaturen bei Schilddrüsenunterfunktion oder Kreislaufproblemen nicht empfohlen. Ebenso wenig bei älteren Menschen und bei Personen mit chronischen Erkrankungen.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es nicht dasselbe ist, sich in kühler Luft aufzuhalten oder kalte Duschen zu nehmen, wie sich in kaltes Wasser zu tauchen. Außerdem hat jeder eine andere Toleranz und reagiert anders auf niedrige Temperaturen. Daher sollten die sogenannten „Frostbeulen“ den Vorbereitungen besondere Aufmerksamkeit schenken.
Mit dem Eisbaden beginnt man langsam – man muss sich schrittweise an die niedrige Temperatur gewöhnen. Umso mehr, als für viele aufgrund der Dichte des Wassers selbst das Hineingehen in Wasser mit 15 Grad schon eine beachtliche Leistung ist.
Das eigentliche Eintauchen sollte selbstverständlich von einem Aufwärmen begleitet werden, z. B. lockerem Joggen, Dehnübungen usw. Man sagt, dass eine Anfängerin oder ein Anfänger nicht länger als 5 Minuten im Wasser bleiben sollte und dass das Hineingehen schnell und entschlossen sein sollte, um ein längeres Auskühlen zu vermeiden.
Es lohnt sich daran zu denken, dass ein solcher Temperaturschock zu schnellerer Atmung und einer beschleunigten Herzfrequenz führen wird. Deshalb empfiehlt es sich, mit etwas wärmerem, aber immer noch kühlem Wasser zu beginnen – Schritt für Schritt, aber vorwärts.
Eisbaden – der Beginn des Abenteuers
Wie Sie bereits wissen, muss man sich auf das Eisbaden vorbereiten, und das eigentliche Hineingehen ins Wasser sollte von einem Aufwärmen begleitet sein. Was aber, wenn wir bereits eingetaucht sind? Auch hier gelten einige Regeln. Wie ich erwähnt habe, soll das Hineingehen ins Wasser dynamisch sein, und zusätzlich ist es ratsam, die Reaktion des Körpers zu beobachten. Natürlich rennen wir nicht „blind“ hinein, wenn sich Eis im Wasser befindet.
Experten empfehlen, bis zur Brustwarzenlinie einzutauchen. Außerdem ist es eine gute Idee, insbesondere für Anfänger, die Hände oben zu halten. Wenn die Hände zusammen mit dem restlichen Körper eingetaucht sind, können nach dem Verlassen des Wassers Schmerzen auftreten, was unter solchen Bedingungen nicht nur unangenehm ist, sondern außerdem das Anziehen erschwert. Wenn es keine Gegenanzeigen gibt und wir uns bereits etwas an die Kälteexposition gewöhnt haben, kann man sich langsam an eine etwas niedrigere Temperatur oder eine längere Zeit heranwagen (sofern während der Eisbade-Session alles in Ordnung ist).
Bei jedem ersten Kontakt mit dem Wasser kann es zu leichtem Zittern kommen. Ähnliche Reaktionen können ein Signal sein, aus dem Wasser zu gehen – man sollte nicht länger darin bleiben. Empfohlen wird jedoch, 20 Minuten nicht zu überschreiten. Bei Anfängern ist Hypothermie nicht selten. Welche Tageszeit eignet sich für das Eisbaden? Weniger fortgeschrittene Personen sollten früher anfangen, wenn das Wasser wärmer ist. Das ermöglicht eine angemessene Anpassung an die niedrige Temperatur.
Wie oft sollte man Eisbaden?
Vieles hängt von der individuellen Toleranz ab, doch man muss Maß halten. Andererseits ist, wenn Sie an anhaltende Vorteile des Eisbadens denken, auch eine zu geringe Häufigkeit keine gute Idee. Am besten nimmt man 1 bis 3 Mal pro Woche kalte Bäder.
Was tun nach dem Verlassen des Wassers?
So sehr ein warmes Getränk vor dem Gang ins Freie in der Winterzeit keine gute Idee ist, so kann die umgekehrte Situation helfen. Nach dem Verlassen des Wassers sollte sich der Eisbader gründlich abtrocknen, sich zudecken und zu einem warmen Getränk greifen (z. B. Tee). Hypothermie ist zu vermeiden, und außerdem sind Anfänger recht anfällig für Erkältungen (der Körper muss sich erst abhärten).
Wenn Sie mit dem Eisbaden beginnen, sind Neoprenstiefel eine sehr gute Option, die die Füße vor den unangenehmen Folgen des kalten Wassers schützen. Später, wenn Sie schon etwas Erfahrung gesammelt haben, kann man die genannten Stiefel ruhig gegen gewöhnliche Flip-Flops tauschen oder barfuß gehen. Auch die Füße, trotz ihrer besonderen Empfindlichkeit gegenüber Kälte, müssen sich an die Temperatur gewöhnen.
Zusammenfassend…
Ja, Eisbaden, vernünftig betrieben, kann eine Reihe von Vorteilen bringen, aber in erster Linie sollte man das Thema mit einem Arzt besprechen. Es müssen Krankheiten ausgeschlossen werden, deren Verlauf sich unter Kälteeinwirkung verschlimmern kann. Man sollte bedenken, dass die Dauer des Eintauchens für jeden individuell ist, aber es gibt keinen Grund zur Eile und zu Beginn führen wir den Körper schrittweise an neue Reize heran, so dass er sich an die bislang unbekannten Bedingungen gewöhnen kann.
Bei welchen Erkrankungen muss man vorsichtig sein oder auf diese Form der Aktivität verzichten?
- atherosklerotische Veränderungen,
- arterielle Hypertonie,
- Fieberzustände,
- Schilddrüsenunterfunktion,
- Virusinfektionen,
- Herzrhythmusstörungen,
- einige chronische Erkrankungen,
- Thrombosen.
Eisbaden sollte man während der Schwangerschaft oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente nicht (die eigene Entscheidung sollte man mit einem Spezialisten besprechen). Zu den Gegenanzeigen gehören auch recht spezifische Krankheiten, deren Verlauf eine Unverträglichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen einschließt; ein ideales Beispiel ist etwa das Raynaud-Syndrom.
Vor dem Bad in kaltem Wasser sollte man auf keinen Fall Alkohol oder Rauschmittel zu sich nehmen. Ebenso gilt das für Substanzen, die den Blutfluss fördern – z. B.
Koffein.