
Der Magen ist vor allem ein mit dem Verdauungsmechanismus verbundenes Organ. Dank ihm wird die aufgenommene Nahrung in kleinere Partikel zerlegt, die der Körper anschließend für seine Bedürfnisse nutzt.
Man kann ihn durchaus als Zentrum der Verdauung bezeichnen, besonders im Hinblick auf Eiweiß. Prüfe, wie du den Magen schützen und ihm Bedingungen für eine optimale Funktion schaffen kannst.
Magen – Vorbeugung und Beseitigung
Aus vielen Texten und sicher auch aus eigener Erfahrung wisst ihr, dass Vorbeugung die beste Option ist, damit Organe, Systeme und der ganze Organismus reibungslos funktionieren. Allerdings erfordert sie bei langfristigen Maßnahmen viel Hingabe und Konsequenz.
Der erste Schritt zur Verbesserung des Magenzustands und zur Verringerung von Magenbeschwerden ist die Eliminierung reizender Faktoren. Das ist besonders wichtig bei Personen, die einen besonders empfindlichen Magen haben und/oder bereits mit Verdauungs- und Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen haben.
Zu den Produkten, die als mögliche Verstärker von Magenproblemen gelten, zählen:
- scharfe, pikante Gewürze und Produkte (z. B. Chili) – besonders auf nüchternen Magen,
- Alkohol,
- Zigaretten,
- starker Tee und Kaffee,
- Zitrusfrüchte (z. B. Grapefruits, Zitronen),
- Hülsenfrüchte,
- Zwiebelgemüse,
- in manchen Fällen Tomaten.
Wenn wir mit Magen-Darm-Beschwerden zu tun haben, lohnt es sich, Milchprodukte sowie Getreide, die reich an Lektinen sind und Entzündungen fördern, aus der Ernährung zu streichen (insbesondere Weizen und Gerste). Wir setzen auf hochwertige, leicht verdauliche, möglichst wenig verarbeitete und nährstoffreiche Produkte.
Magen – wie vorgehen und was kann ihm helfen?
Magenbeschwerden können sehr unterschiedlich sein. Dennoch sind die Schleimhaut sowie die Verdauungsfunktionen und die Ausscheidung mit Schutz vor Entzündungen die grundlegenden Aspekte. Zunächst ist es gut, auf regelmäßige, passend zusammengestellte Mahlzeiten zu achten, was den Verdauungstrakt verbessert und ein wenig „beruhigt“. Sobald wir mit dem Essen fertig sind, stören wir die Arbeit des Systems und der Verdauungsprozesse nicht durch zusätzliches Essen in der Pause zwischen den Mahlzeiten. Das ist die Zeit für die Verarbeitung der zugeführten Nahrung.
Man sagt, dass das Einhalten angemessener Pausen, also das Festhalten an der „Nicht-Essens-Zeit“, dem sogenannten intestinalen MMC gut tut, dessen Aufgabe es ist, unverdaute Reste sowie ungünstige Bakterien zu beseitigen und gleichzeitig deren Ausscheidung zu unterstützen. Bei besonders starken Beschwerden und in der Anfangsphase der Arbeit an der Magenverfassung ist es ratsam, eiweißhaltige Produkte nicht mit Kohlenhydraten zu kombinieren. Später, je nach Beobachtung und Befinden. Wenn ihr herausfinden wollt, worin das Problem liegt, ist es zur Vereinfachung gut, die Vielfalt der Lebensmittel zu reduzieren.
Da die Ernährung leicht verdaulich sein soll, sollte man natürlich die richtige Wärmebehandlung berücksichtigen. In diesem Fall vermeiden wir das Braten und setzen auf Dämpfen, herkömmliches Kochen oder Schmoren. Erlaubt ist das Backen, z. B. in einem geschlossenen ofenfesten Gefäß.
In Verbindung mit der Eliminierung und der Einführung geeigneter Bestandteile wirkt der gesamte Ansatz restriktiv, aber glaubt mir, dass ihr zum Beispiel mit einem Dampfgartopf eine gesunde und schmackhafte Mahlzeit zubereiten könnt.
Außerdem tun scharfe Lebensmittel, die auf nüchternen Magen gegessen werden, dem Magen nicht gut – ebenso sehr heiße Mahlzeiten, die die Schleimhaut reizen und Entzündungen begünstigen. Behaltet im Hinterkopf, dass das, was ihr nicht gründlich kaut, nicht richtig verdaut wird, da die ersten Enzyme in unserem Speichel liegen. Wenn er nicht ins Innere gelangt, wird der ganze Prozess erheblich erschwert.
Was noch? Wasser – optimale Hydratation ist entscheidend, damit der Magen und generell der gesamte Verdauungstrakt reibungslos funktionieren können. Wasser in angemessenen Mengen wird unter anderem die Verdauung verbessern, die Darmperistaltik fördern und die Schleimhäute befeuchten. Darüber hinaus gibt es noch die Frage der Elektrolyte, die wir zu den Elementen zählen, aus denen die genannten Schleimhäute sowie die Magensäfte bestehen.
Es lohnt sich zu bedenken, dass das Trinken während des Essens die Verdauung stören kann. Ein guter Moment, um Wasser aufzufüllen und den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen, sind die „Nicht-Essens-Perioden“, also die Pausen zwischen den Mahlzeiten.
In manchen Situationen, bei Verdauungsproblemen (zu geringe HCl-Produktion), kann es eine gute Idee sein, Verdauungsenzyme, Betain oder in Wasser verdünnten Apfelessig einzuführen. Wenn ihr jedoch mit Erosionen oder Geschwüren zu tun habt, ist es eindeutig besser, sie zu vermeiden – dann wäre z. B. Eibischwurzel (marshmallow root) mit lindernder, verdauungsregulierender Wirkung die richtige Option.
Eibischwurzel oder das immer beliebter werdende „slippery elm“ sind bei Magenentzündungen eine gute Option. Sie unterstützen die Regeneration, lindern die Symptome und regulieren die Verdauung. Auch unterstützende Nahrungsergänzungsmittel mit entzündungshemmender Wirkung sind willkommen (nein, ich meine nicht entzündungshemmende Medikamente, die zusätzlich negativ auf den Darm wirken).
Daher kann man in diesem Zusammenhang z. B. Quercetin, Curcumin und Lakritz in deglycyrrhizierter Form, also DGL, in Betracht ziehen (hier empfehle ich höhere Dosen nicht für Menschen mit Bluthochdruck) - sie wirken entzündungshemmend und unterstützen die Erneuerung. Oft spricht man auch von den wohltuenden Eigenschaften von Glutamin in diesem Bereich.
Interessant ist die Tatsache, dass ein Extrakt aus schwarzem Pfeffer als Zusatz, in Begleitung anderer wohltuender Inhaltsstoffe (unter anderem regenerierender und entzündungshemmender), nicht nur die Verdauung im Allgemeinen unterstützen kann, sondern auch die Durchblutung der Magenschleimhaut fördern kann.
Magen und Verdauungssystem – möglicherweise hilfreiche Supplementierung:
- Verdauungsenzyme,
- Nahrungsergänzungsmittel für den Darm: Probiotika, Natriumbutyrat, Colostrum oder Lactoferrin,
- Quercetin,
- Curcumin,
- Adaptogene die die Stressresistenz erhöhen und das Stressniveau senken (z. B. Rosenwurz, Bacopa monnieri, Gotu Kola),
- Vitamin B12,
- Vitamin C,
- Kräuter: Ringelblume, Löwenzahn, Kamille,
- Leinsamen.