Eier - schaden sie uns?

Eier - schaden sie uns?

Eier werden seit langem aufgrund ihres Cholesteringehalts weithin dämonisiert. Zusätzlich enthalten sie relativ viel Fett. Beide Aspekte wurden mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem mit atherosklerotischen Veränderungen in Verbindung gebracht. Bis heute warnen viele Ärzte oder Ernährungs-„Experten“ vor dem häufigen Verzehr des Produkts. Sind Eier tatsächlich so schlecht, wie sie oft dargestellt werden? Sind sie schädlich? Oder ist es doch ratsam, sie in die Ernährung aufzunehmen? Was ist mit dem Cholesterin?

Wie macht man das? Dabei helfen Nahrungsergänzungsmittel.

Eier sind eine Quelle wertvoller Nährstoffe

Nicht ohne Grund werden Eier oft in Ernährungsplänen von Sportlern verschiedener Disziplinen verwendet – sie sind eine hervorragende Quelle für Proteine und Fette. Vor allem geht es um den hohen Gehalt an gesunden Fettsäuren sowie ein reiches Aminogramm. Das Eigelb gilt als besonders wertvoll, da die Fette in diesem Teil des Produkts größtenteils die günstige Ölsäure sind, die zu Omega-9 zählt und die wir etwa aus Olivenöl kennen. In der Zusammensetzung finden sich auch gesättigte und mehrfach ungesättigte PUFA (polyunsaturated fatty acids). Der Eiweißanteil und das Eigelb sind ausgezeichnete Quellen für Proteine mit mittlerer Absorptionszeit, die sogenannten Albumine. Darüber hinaus gilt ihr Aminogramm als sogenanntes Referenzprofil, das den gesamten Satz essenzieller Aminosäuren enthält (insbesondere Leucin - im Eigelb). Zu den Eiweißen des Eis zählen Ovalbumine, Ovotransferrin sowie Ovomukoid, wobei die erstgenannten im Produkt am stärksten vertreten sind. Sie zeichnen sich durch einen hohen biologischen Wert (BV) aus, der angibt, in welchem Maße der Körper sie aufnehmen und anschließend verwerten kann. Es ist erwähnenswert, dass Eier eine gute Quelle für Carotinoide wie Zeaxanthin und Lutein sowie für B-Vitamine, Eisen und die Vitamine A, D, E, K sind.

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Eier und Cholesterin

Ein einzelnes Ei kann bis zu 235 mg Cholesterin enthalten, während die allgemein häufig zitierte Empfehlung lautet, etwa 300 mg Cholesterin pro Tag zu sich zu nehmen. Dieses wiederum wurde und wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Daher empfahlen Experten Maßhalten und nicht mehr als 2-3 Eier pro Woche zu essen. Wie sieht es tatsächlich aus? Nun, es gibt so etwas wie eine Einteilung in Cholesterinfraktionen. Es hat sich eingebürgert, Cholesterin grundsätzlich in LDL und HDL zu unterteilen. Persönlich bin ich kein Befürworter davon, sie als schlecht und gut zu bezeichnen… Schon LDL, an dem das Etikett des „schlechten Cholesterins“ hängt, lässt sich in zwei Phänotypen aufteilen – A und B. Nur den zweiten Phänotyp zählen wir zu den schädlichen Elementen, da die Partikel kleiner sind und viel leichter aus unserem Blut in die Gefäßwände eindringen. Viele Studien weisen darauf hin, dass der Verzehr von Eiern weder zu Störungen des Lipidprofils noch zu einem deutlich, bis an die Grenze des Risikos, erhöhten Cholesterinspiegel im Blut führt. Außerdem liefern Wissenschaftler keine eindeutigen Belege für die schädliche Wirkung von LDL im Zusammenhang mit der Bildung von atherosklerotischen Plaques. Eine andere Frage ist, dass man auf ungünstige Lipidverhältnisse achten sollte, was leider eher selten ist. Tatsache ist jedoch, dass eine ungünstige Kombination von Bestandteilen und eine schlechte Ernährung über einen längeren Zeitraum die Verfassung des Herz-Kreislauf-Systems negativ beeinflussen. Beispielsweise führt der gleichzeitige Verzehr großer Mengen an Fett und Kohlenhydraten zu einer sogenannten energetischen Überladung, die zu den Ursachen der Insulinresistenz zählt. Insulinresistenz wiederum ist mit Entzündungen verbunden, die den Nährboden für die Entwicklung vieler Krankheitsbilder darstellen.

Eier – warum sollte man Maß halten?

  • verfügen über einen reichen Aminosäurepool,
  • enthalten große Mengen an günstigen Fettsäuren,
  • sind eine gute Eisenquelle,
  • sind eine gute Quelle für Vitamine (insbesondere fettlösliche sowie B-Vitamine),
  • wirken sich günstig auf das Nerven- und das Immunsystem aus,
  • wirken sich günstig auf das Lipidprofil aus,
  • enthalten entzündungshemmende Verbindungen,
  • sind eine Quelle für Cholin.

Außerdem betonen Wissenschaftler die Korrelation zwischen einem lange anhaltend niedrigen Neurotransmitterspiegel und z. B. der Parkinson-Krankheit.

Eier - warum sollte man Maß halten?

Natürlich ist Maßhalten beim Verzehr nicht grundlos. Der tägliche Verzehr großer Mengen Eier kann sich in Nahrungsmittelallergien (IgG-abhängig) niederschlagen. Entgegen dem Anschein müssen allergische Reaktionen auf das Produkt nicht nur Kinder betreffen, obwohl im 5. Lebensjahr die höchste Zahl davon verzeichnet wird. Bei täglichem Verzehr können sie auch Erwachsenen Probleme bereiten… Besonders gefährdet für IgG-abhängige, verzögerte allergische Reaktionen sind in diesem Zusammenhang Menschen mit Darmproblemen, vor allem mit dem Leaky-Gut-Syndrom. Zu den Folgen der genannten Reaktionen, die mit zu häufigem und zu hohem Eierverzehr und damit mit einem sehr hohen Antikörperspiegel verbunden sind, kann man z. B. zählen: - Verschärfung von Verdauungs-/Darmproblemen, - Stimmungsschwankungen, - Hautveränderungen, - Migräne, - Probleme mit dem Immunsystem. Wie man sieht, ist Maßhalten angezeigt, wenngleich die Ursache einer solchen Wirkung nicht unbedingt mit den allgemein vorherrschenden Überzeugungen zum Produkt übereinstimmt. Ernährungsexperten betonen, dass ein Verzehr 2-3 Mal pro Woche die optimale Häufigkeit sein sollte. Es ist wichtig zu wissen, dass manche Personen nach dem Verzehr Verdauungs-/Magen-Darm-Beschwerden verspüren können – das betrifft z. B. Menschen mit SIBO. Eier kann man ohne Weiteres zu den guten Produkten zählen, die es wert sind, in den Ernährungsplan aufgenommen zu werden. Übrigens… sie sind eine hervorragende Option fürs Frühstück (z. B. Rührei mit Speck), um den Zucker-Insulin-Haushalt am Morgen auf einem angemessenen Niveau zu halten. Unter anderem deshalb gewinnen protein- und fettreiche Frühstücke zunehmend an Beliebtheit, und zudem sind sie sättigender und halten den Hunger länger fern.

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