Basis-Supplemente bei Hashimoto

Basis-Supplemente bei HashimotoBei Hashimoto ist die Supplementierung mindestens ebenso wichtig wie die übrigen Elemente der Kontrolle und Bekämpfung der Krankheit. Ja, sie sind eine Ergänzung der Ernährung und ergänzen sie, doch bei Autoimmunerkrankungen gewinnen sie noch mehr an Bedeutung.

Supplemente bei Hashimoto

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die vor allem auf die Schilddrüse abzielt. Das muss bei der Auswahl der Supplemente berücksichtigt werden. Diese Mittel müssen auch die Funktion der Schilddrüse unterstützen sowie Defizite bestimmter Nährstoffe ausgleichen, die bei einer Unterfunktion übrigens keineswegs selten sind. Einige Adaptogene leisten besondere Unterstützung, wenn Schilddrüsenprobleme im Spiel sind. Die gesamte Gruppe dieser Adaptogene soll die Stressresistenz erhöhen und gleichzeitig das Stressniveau senken. Übermäßiger und lang anhaltender Stress ist bekanntlich einer der grundlegenden Faktoren, die zur beschleunigten Entwicklung und Verschlimmerung der Krankheit beitragen. Wenn ein niedriger T4-Spiegel nicht mit einem Jodmangel zusammenhängt, kann die Supplementierung mit Bacopa monnieri sinnvoll sein. Neben der Wirkung auf das Stressniveau und der Verbesserung der kognitiven Funktionen berücksichtigen nur wenige, dass das Mittel auch T4 erhöht. Ebenso wirkt ashwagandha mit dem Unterschied, dass sie bei sachgemäßer Anwendung außerdem günstig auf die nächtliche Regeneration und die Abwehrkräfte wirkt. Auch über Forskolin wird wenig gesprochen, insbesondere darüber, dass seine Anwendung T4 erhöht. Ein weiterer wichtiger Punkt bei Hashimoto ist die bessere Umwandlung der Schilddrüsenhormone, nämlich von T4 zu T3. Damit verbunden sind jedoch auch andere Elemente / Organe, um die man sich kümmern muss – nicht nur die Schilddrüse selbst. Nämlich:
  • Darm,
  • Leber,
  • Nieren.
Der menschliche Organismus ist ein riesiger, komplexer Mechanismus voller Abhängigkeiten und oft wechselseitiger Einflüsse. Alle zuvor genannten Elemente tragen zu einer reibungslosen Umwandlung bei, sind aber durch Lebensstil, ungeeignete Ernährung und äußere Faktoren häufig Problemen ausgesetzt. Das wiederum wirkt sich auf die Funktion der Schilddrüse aus. Zunächst sollte man sich um eine geeignete Probiotikatherapie, die mit der Zeit zu einer Verbesserung der Bakterienflora führen wird. Natürlich mit ernährungsbezogener Unterstützung. Zusätzlich wäre die Wahl eines Mittels mit Präbiotika und/oder das Einbeziehen von fermentierten Lebensmitteln (z. B. Gurken oder Sauerkraut) in die tägliche Ernährung eine gute Option. Und was ist mit den Nieren und der Leber? Die Vernachlässigung der Flüssigkeitszufuhr ist kein so seltenes Phänomen, wie es vielleicht scheint. Bei körperlicher Anstrengung und hohen Außentemperaturen sollte die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich erhöht werden. Äußerst wichtig ist auch das Thema Elektrolyte (Magnesium, Kalium, Natrium, Calcium). Es lohnt sich auch, Isotonika oder Kokoswasser – besonders, wenn wir aktiv sind. Wenn es um die Leber geht, ist NAC (N-Acetylcystein), deren Stärke vor allem in einer starken antioxidativen Wirkung liegt. Zudem kann die sachgemäße Anwendung Entzündungen reduzieren und die Funktion des Organs unterstützen. Interessanterweise eignet es sich gut bei einigen Arten von Leberinsuffizienz. Zusätzlich kann sich die Verwendung von Mariendistelöl mit nachgewiesenen, wohltuenden Eigenschaften als vorteilhaft erweisen. Wie erwähnt, ist es bei Hashimoto enorm wichtig, auf den Ausgleich von Vitamin- und Mineralstoffmängeln zu achten. Diese wiederum kommen bei der Krankheit recht häufig vor. Ganz zu schweigen davon, dass Nährstoffmängel ohnehin weit verbreitet sind, unabhängig davon, ob wir krank sind oder nicht. Lebensstil, hohe Stressbelastung, geringe Aktivität, hochverarbeitete Lebensmittel und eine karge, monotone Ernährung – all das spielt eine Rolle. Einer der häufigeren ist ein Mangel an Vitamin D3. Nicht nur wegen der Klimazone (obwohl das eine Rolle spielt), sondern auch wegen der minderwertigen Lebensmittel und des geringen Anteils an Produkten, die eine hervorragende Quelle für gesunde Fettsäuren und zugleich für Vitamin D sind. Ein großer Teil der Bevölkerung liegt nahe der unteren Normgrenze oder weist einen Mangel auf. Eine gute Idee wäre, den Spiegel mithilfe der 25(OH)D3-Untersuchung zu bestimmen. Ein weiterer Punkt, auf den man achten sollte, ist Magnesium. Es ist ein wichtiger Bestandteil für das Gehirn, das Nervensystem, die Immunität, die psycho-physische Regeneration und vieles andere – darunter eben auch für den Zustand und die reibungslose Funktion der Schilddrüse. Zink unterstützt die Schilddrüse und harmoniert in Regenerationsfragen hervorragend mit Magnesium, was bei Hashimoto von großer Bedeutung ist. Nicht ohne Grund ist es Bestandteil des beliebten ZMA, das unter anderem Sportlern für eine möglichst gute Erholung dient. Wenn keine Gegenanzeigen bestehen, lohnt es sich auch, auf eine ausreichende Zufuhr von B-Vitaminen zu achten, da sie sich günstig auf viele Körpersysteme, den Stoffwechsel, das Wohlbefinden und die psychische Verfassung auswirken. Zu ihren Mängeln kommt es ebenfalls relativ häufig. Das Vorhandensein und die ausreichende Verfügbarkeit einiger der genannten Inhaltsstoffe sind für eine gute Umwandlung der Schilddrüsenhormone notwendig. Natürlich sind sie nicht die einzigen. Es geht vor allem um:
  • Selen,
  • Kupfer,
  • Eisen,
  • Zink.
Es lohnt sich auch, zu einer Omega-3-Supplementierung (EPA und DHA) zu greifen und sie zusammen mit Vitamin D3 und K2 (am besten MK-7) einzunehmen. Im Zusammenhang mit der Schilddrüse wird oft Selen erwähnt. Abgesehen davon, dass es zu den Elementen gehört, bei denen viele Menschen einen Mangel haben (das gilt besonders bei Hashimoto), ist es – wie erwähnt – für die Umwandlung von T4 in die aktive Form, also T3, notwendig. Eine zu geringe Selenmenge kann zu Störungen in diesem Zusammenhang führen und zusätzlich unsere Fähigkeit verringern, ein anderes Element aufzunehmen – Jod. Ein Überschuss hingegen bewirkt, dass Jod zu einer Gefahr wird. In manchen Fällen wird eine Jod-Supplementierung empfohlen, jedoch nur dann, wenn gleichzeitig ein Selenmangel vorliegt. Dennoch sollte man bedenken, dass wir zunächst das Problem und den Spiegel der Elemente bestimmen und dann entsprechend den Bedürfnissen handeln.
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