Abwehrkräfte in der Herbst- und Winterzeit

Abwehrkräfte in der Herbst- und WinterzeitDie Herbst- und Winterzeit ist die Zeit, in der unser Körper für verschiedene Infektionen am anfälligsten ist. Grippe und Erkältung sind heutzutage an der Tagesordnung… In vielen Fällen liegt das an Unwissenheit und einem schlechten Lebensstil. Man muss bedenken, dass der Aufbau der Abwehrkräfte ein langfristiger Prozess ist und man vor allem mit Veränderungen beginnen sollte, die Faktoren beseitigen, welche zu ihrer Schwächung beitragen. Zum Beispiel kann schon eine einzige Antibiotikatherapie in der Kindheit später zu Störungen führen. Umso mehr, als Antibiotika ein recht häufiger Bestandteil der Behandlung sind und die meisten von uns sie wohl schon eingenommen haben… Sie sind auf jeden Fall nicht gut für den Darm, und dort – wie ihr wisst – befindet sich ein großer Teil der Abwehrkräfte.

Beginne mit dem Aufbau der Abwehrkräfte im Darm

Der Darm ist nicht nur Teil des Verdauungssystems, sondern auch des Immunsystems. Fakt ist, dass der Zustand der Darmflora von erheblicher Bedeutung für die Immunologie des Körpers ist – im Grunde bestimmt er unsere Abwehrkräfte. Man kann also sagen, dass das Ergreifen geeigneter Maßnahmen in diesem Bereich das Auftreten verschiedener Infektionen wirksam verringert. Es muss erwähnt werden, dass die im Darm ansässigen nützlichen Bakterien für den Körper wichtige Bestandteile produzieren. Darüber hinaus besteht ihre Rolle in der Aufnahme von Nährstoffen sowie wichtigen Makro- und Mikronährstoffen für den Aufbau und die Unterstützung der Abwehrkräfte. Man sollte jedoch bedenken, dass die Arbeit an der Darmflora, die vor allem eine Probiotikatherapie umfasst, eine langfristige Maßnahme ist. Selbst die besten Probiotika sind keine Mittel „für hier und jetzt“. Deshalb lohnt es sich, sie schon deutlich früher einzusetzen, vor der Herbst- und Winterzeit, bevor das Infektionsrisiko steigt. Unterstützende Präparate und Probiotika + Präbiotika, wenn sie richtig ausgewählt sind, werden selbstverständlich wirksam sein, aber… Die Begrenzung von Faktoren, die sich negativ und zerstörerisch auf die Darmbakterien auswirken, ist ebenso wichtig und vor allem sofort umsetzbar. Zu diesen letzten, für den Darm ungünstigen Faktoren zählen:
  • Antibiotika,
  • PPI-Medikamente (Protonenpumpenhemmer),
  • NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika),
  • Verhütungsmittel,
  • starke Stressbelastung,
  • Alkohol und andere Suchtmittel,
  • ein hoher Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel in der Ernährung,
  • Viren, Parasiten, schädliche Bakterien.
Zunächst sollte man jedoch eine geeignete Diagnostik (eine Reihe von Untersuchungen) durchführen, um den Zustand des Körpers und des Darms festzustellen und gleichzeitig andere mögliche Probleme auszuschließen (z. B. SIBO).

Lebensstil und körperliche Aktivität sind wichtig

Dass es Herbst oder Winter ist, die Außentemperatur gesunken ist und draußen immer wieder Regen- / Schneetropfen fallen, bedeutet nicht, dass körperliche Aktivität unmöglich wird. Wenn du nicht sehr aktiv bist, ist die Sache recht einfach: Im Hinblick auf die Abwehrkräfte und die Gesundheit ist regelmäßige, moderate Aktivität entscheidend. Ich betone, dass es um Regelmäßigkeit und ein moderates Maß an Bewegung geht. Es ist erwiesen, dass Übungen mit solch definierter Intensität zur Erhöhung der Aktivität der Leukozyten sowie der Anzahl und Aktivität der Makrophagen beitragen. Beide genannten Elemente bilden die zweite und erste Linie der Abwehr gegen Viren, schädliche Bakterien oder sogar einige Autoimmunerkrankungen. Selbst regelmäßige Spaziergänge können von Bedeutung sein. Die Veränderung des allgemeinen Lebensstils (nicht nur der Ernährung) ist im Hinblick auf die Abwehrkräfte ebenso wichtig. Deshalb sollte man zusätzlich – neben Präparaten zur Senkung des Stressniveaus (Adaptogene) – bei der Planung seiner Übungen den Tagesrhythmus berücksichtigen, der mit der Ausschüttung bestimmter Hormone im Körper verbunden ist.

Was kann noch den Gesundheitszustand und den Schutz des Körpers beeinflussen?

  • frische Luft,
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (bei körperlicher Anstrengung lohnt es sich, auf ein isotonisches Getränk zurückzugreifen),
  • Bewegung (auch Spaziergänge),
  • Ausgleich von Mängeln / angemessene Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen,
  • nicht nur wenig verarbeitete Lebensmittel, sondern auch der Verzehr saisonaler Produkte,
  • ausreichende Menge und Qualität des Schlafs,
  • Einhaltung des Tagesrhythmus,
  • Vermeidung von blauem Licht am Abend,
  • alle Methoden zur Beruhigung und zum Umgang mit Alltagsstress (z. B. Meditation),
  • zusätzliche Supplementierung.

Schlafqualität und -menge sowie Abwehrkräfte

Fakt ist, dass Schlaf dem Körper die notwendige psycho-physische Regeneration verschafft. Man sollte jedoch bedenken, dass nicht nur die Menge (7-8 Stunden), sondern auch die Qualität von Bedeutung ist. Deshalb ist auch aus Sicht des Tagesrhythmus die Schlafenszeit eine so wichtige Frage. Vor dem Schlafengehen sollten wir versuchen, die Menge an blauem Licht zu begrenzen und gegen 22 Uhr ins Bett zu gehen – beide Elemente hängen mit der Ausschüttung von Hormonen zusammen, insbesondere von Melatonin. sen i regeneracja wpływa na odporność organizmuEs ist erwiesen, dass der richtige Umgang mit dem Schlaf, aber auch mit der allgemeinen Lebenshygiene, einen erheblichen Einfluss auf die Abwehrkräfte des Körpers hat. Darüber hinaus waren Personen, die früher zu Bett gingen und 7-8 Stunden schliefen, seltener mit verschiedenen Infektionen konfrontiert. Die Herbst- und Winterzeit bietet dafür eine hervorragende Gelegenheit, da es draußen deutlich früher dunkel wird und wir in eine schläfrige Stimmung verfallen.

Ernährung ist die Grundlage

Die Ernährung ist ein Schlüsselelement jedes Ziels – vom Gesundheitszustand bis zur Verbesserung sportlicher Leistungen. Sie ist auch die Grundlage für die Bildung der Abwehrkräfte. Vor allem sollte die Ernährung auf möglichst natürlichen und möglichst wenig verarbeiteten Produkten basieren. Man sollte bedenken, dass toxische Bestandteile von Lebensmitteln sich negativ auf unser Immunsystem auswirken. Zu welchen Lebensmitteln greifen und welche Grundsätze beachten?
  • Quellen gesunder Fette (sowohl gesättigte als auch ungesättigte) + Omega 3 (EPA und DHA),
  • fermentierte Lebensmittel, die die Darmflora unterstützen und sich günstig auf die Darmperistaltik auswirken (z. B. Sauerkraut und Gurken),
  • Brühen auf Knochenbasis,
  • saisonale Produkte (Gemüse und Obst, wobei Gemüse in der Ernährung überwiegt),
  • gutes Trinkwasser,
  • hochwertiges Fleisch und Innereien (notwendige Fette und unter anderem B-Vitamine),
  • Eier (Quelle der benötigten Fettsäuren und fettlöslicher Vitamine, besonders D3),
  • Quellen von Antioxidantien,
  • 3-4 regelmäßige Mahlzeiten im Laufe des Tages,
  • Verzicht auf Alkohol,
  • nicht zwischen den Mahlzeiten naschen,
  • auf gute Ballaststoffquellen setzen,
  • Hülsenfrüchte, Nachtschattengewächse und glutenhaltige Produkte aus der Ernährung streichen.

Grundlegende Nahrungsergänzungsmittel, die man im Hinblick auf die Abwehrkräfte in Betracht ziehen kann:

  • Vitamin D3,
  • Vitamine A und E,
  • Vitamin C (aus natürlichen Extrakten, z. B. Hagebutte und Acerola),
  • Probiotika,
  • Zink,
  • Magnesium,
  • Selen,
  • Omega 3,
  • hochwertige CBD-Öle.
Mehr Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung der Abwehrkräfte (einschließlich des Darms) findet ihr HIER.

Eisbaden – kann es helfen?

Viele Menschen sehen Eisbaden skeptisch. Einerseits ist das nicht verwunderlich, denn im Winter in eiskaltes Wasser zu gehen, wirkt auf den ersten Blick nicht gerade positiv. Dennoch betonen Experten, dass diese Praxis eine ganze Reihe von Vorteilen für den Körper mit sich bringt. Eisbaden hat seine Anhänger und ist meiner Meinung nach durchaus hilfreich. Natürlich nur, wenn man es mit Bedacht angeht, damit es nicht das Gegenteil des Gewollten bewirkt… Es ist erwiesen, dass das Eisbaden Entzündungen reduziert und die Konzentration proinflammatorischer Zytokine senkt. Außerdem wird in vielen Quellen erwähnt, dass das Erkrankungsrisiko bei Personen, die diese Aktivität praktizieren, deutlich geringer ist und diese Personen seltener krank werden. Es ist auch erwähnenswert, dass es sich positiv auf den Stoffwechsel, die Schilddrüsenfunktion, die Abwehrkräfte und die Thermoregulation auswirkt.
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